Ärztlicher Bereit­­schafts­dienst


Der Bereitschaftsdienst 116 117 ist ein Service der Kassenärztlichen Ver­ei­ni­gung und eine Kör­perschaft des öffentlichen Rechts. In erster Linie dient der Be­reit­schafts­dienst als An­sprech­part­ner für akute ge­sund­heit­­liche Beschwerden, wenn die Arzt­pra­xen beispielsweise am Wochenende ge­schlos­sen sind. Zu Zei­ten des Corona Virus ist die 116 117 die erste Anlaufstelle für In­for­ma­tio­nen rund um auftretende Symptome und Quarantänemaßnahmen. Zu­stän­di­ge Auf­sichts­behörde ist das Bun­des­­minis­terium für Gesundheit.

Daten & Fakten


Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist seit dem 16. April 2012 unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer 116 117 erreichbar. Vor der Gründung der Hotline gab es über 1.000 regionale Bereitschaftsdienstnummern. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung führte dann eine einheitliche Rufnummer ein.

Ein Anruf unter der Hotline 116 117  ist kostenfrei und aus jedem Bundesland ohne Vorwahl möglich. Die Leitungen sind 24 Stun­den am Tag und an 7 Tagen die Woche geöffnet. Laut eigenen Angaben kontak­tierten im Jahr 2018 etwa 7,44 Mil­lio­nen Menschen die Hotline 116 117. Pro Monat gehen durchschnittlich et­wa 630.00 Anrufe ein. Sind Arztpraxen geschlossen, kann mit einem Anruf bei der 116 117 mithilfe eines Patienten-Navis geklärt werden, ob eine Versorgung im Krankenhaus notwendig ist oder nicht. Ist ein Arztbesuch nicht sofort von Nöten, können Anrufer entweder direkt am Telefon oder zu Hause über den eTer­min­service einen Termin für den nächsten Werktag ver­ein­baren.

Adresse & Kontakt


Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117

Kassenärztliche Bundesvereinigung KdöR
Herbert-Lewin-Platz 2, 10623 Berlin
Postfach 12 02 64, 10592 Berlin

Hotline: 116 117

Email: [email protected]

www.116117.de

Leistungen


Die Leistungen umfassen die folgenden drei Aufgabenbereiche:

Das Patientennavi leitet die Menschen, je nach ihrem Anliegen, an die richtige An­sprechperson weiter. Mit Hilfe einer spezi­ellen Software wer­den wichtige Warn­si­gnale erkannt und wei­te­re Schritte emp­fohlen. Das Patienten Navi sorgt dafür, dass zu jeder Beschwerde die pas­sen­de Hilfe geboten wird.

Der Terminservice soll es Patienten verein­fachen einen zeitnahen Arzttermin zu fin­den. Mit der Postleitzahl und einem Ver­mittlungscode kann man online freie Ter­mine bei Ärzten einsehen. Den Code, der zur Buchung des Termins benötigt wird, be­kommt man durch die Über­weisung vom Arzt. Für Kinder- und Jugend­ärzte, Gynäko­logen, Augenärzte und Hausärzte benötigt man keinen Code. Der eTermin­service muss nicht zwingend genutzt werden, auch das direkte Kon­taktieren von Ärzten ist weiter­hin möglich.

Wenn man am Wochenende, in der Nacht oder an Feiertagen akute Be­schwer­den hat, kann man den ärztlichen Bereitschafts­dienst kon­tak­tieren. Ein Mit­ar­beiter wird eine Emp­feh­lung geben, ob man sofort oder am nächs­ten Tag einen Arzt aufsuchen soll. Wenn man nicht selbst in die Praxis kom­men kann, macht sich ein Bereit­schaftsarzt auf den Weg. Bei le­bens­gefährdenden Be­schwerden sollte al­ler­dings die 112 gerufen werden.

 

Quelle: ARD | Wer nutzt die ärztliche Bereit­schafts­nummer?