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Zwischen Bundesliga und Gesundheit – Hansa Rostock geht mit gutem Beispiel voran

Immer mehr Krankenkassen investieren in Bewegung, Sport und Prävention. Nun spielen auch die Großen mit. Wie eine Gesundheitskooperation aussehen kann und was vor allem Kinder und Jugendliche davon haben, zeigen beispielsweise der F.C. Hansa Rostock und die AOK Nordost. Aber auch in anderen Sparten liegt der Fokus immer häufiger auf der Gesundheitsförderung. Zahlreiche Kooperationen und Projekte sind bereits etabliert worden, sowohl deutschland- als auch europaweit.

Von der Kogge zum Gesundheitsförderer

Schon längst haben Fußballvereine mehr Aufgaben als das reine Schießen von Toren. Sie stehen in der Öffentlichkeit und besitzen eine gewisse soziale Verantwortung. Auch Krankenkassen bringen sich zunehmend in die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen (PDF) ein. Da erscheint es logisch, dass sich diese unterschiedlichen Einrichtungen zusammentun. Wie sinnvoll eine solche Verbindung sein kann, zeigen die AOK Nordost und der F.C. Hansa Rostock. Schon lange verbindet sie eine Gesundheitskooperation, die vor allem für den Nachwuchs zahlreiche Vorteile bietet.

So haben Hansa Rostock und die AOK Nordost gemeinsam mit weiteren Partnern das Projekt “AOK FREE KICK” ins Leben gerufen. Kinder und Jugendliche bekommen dabei die Chance, einmal wöchentlich kostenfrei an einem Fußballtraining in Rostock (Mecklenburg Vorpommern) teilzunehmen. Ansprechen soll dies vor allem Familien aus Brennpunkten, die mit einem geringen Einkommen meist keine Möglichkeit haben, ihre Kinder in Sportvereinen anzumelden. Der Spaß am Kicken steht im Vordergrund – die Gesundheitsförderung ist ein positiver Nebeneffekt.

Mehr Spielzüge für mehr Gesundheit

Ein Schuss macht aber noch kein erfolgreiches Spiel. Umso erfreulicher ist es, dass sich der größte Sportverein Mecklenburg-Vorpommerns schon lange und regelmäßig für den Nachwuchs engagiert. Da geht es in erster Linie gar nicht um den Fußball selbst, sondern darum, dass der Verein Kindern die Bewegung näher bringen kann. Der nordische Fußballclub geht da mit bestem Beispiel voran.

So wird am 16. Juni 2018 der jährliche AOK-Jugendtrainingstag erstmalig im Ostseestadion der Hanseaten stattfinden. 200 Kinder können dort unter Profianleitung trainieren und erhalten den ein oder anderen wertvollen Tipp. Dass das Engagement Früchte trägt, freut nicht zuletzt auch Robert Marien, Vorstandsvorsitzender des F.C. Hansa Rostock.

Investitionen in Bewegung auf Rekordhoch

Immer mehr gesetzliche Kassen haben den Wert von Bewegung und Prävention erkannt. Eine gesunde Lebensweise und eine bewusste Ernährung müssen gefördert werden. Und das geht in einer technikbelasteten Welt eben am besten mit Spielfreude und Bewegung. Beispielsweise ist die BARMER seit Februar 2018 offizieller Partner der easyCredit BBL sowie der 2. Basketball Bundesliga. Damit ist sie die erste Krankenkasse überhaupt, die den Deutschen Basketball unterstützt.

Laut Präventionsbericht 2017 (PDF) des GKV-Spitzenverbandes haben die Krankenkassen das höchste Wachstum bei Gesundheitsförderung und Prävention seit 16 Jahren verzeichnen können. Mit mehr als 500 Mio. Euro zeigten die Kassen 2016 so viel Engagement wie in keinem anderen Jahr zuvor. Es bleibt spannend, wie die Ergebnisse aus dem Präventionsbericht 2018 lauten werden.

Gesundheit geht alle an – auch Städte ziehen mit

Am Ende spielt Gesundheit, Nachwuchsförderung und Bewegung nicht nur für Fußballvereine oder Krankenkassen eine Rolle. Gesundheit ist in einer sich immer weniger bewegenden Gesellschaft ein Thema, das alle angeht. Das haben zahlreiche Städte weltweit auch begriffen und engagieren sich zunehmend im Bereich „aktive Mobilität„. Dazu fand in Mannheim die erste internationale Fahrrad-Konferenz Ende 2017 statt. Kern der Veranstaltung war unter anderem das PASTA-Projekt (Physical Activity through Sustainable Transport Approaches) bei dem seit 4 Jahren Akademiker und Praktiker aus ganz Europa mitwirken. Ziel ist ein besseres Verständnis für die Integration körperlicher Aktivität in den Alltag. Zudem wird im Rahmen des PASTA-Projektes analysiert, wie die gesundheitlichen Auswirkungen noch besser beurteilt werden können.

London, Rom und weitere Städte sprachen über die positiven Folgen, die das Projekt auf deren Städte bereits gehabt habe. Bewegung im Alltag, ob durch ein internationales Projekt oder durch eine Kooperation zwischen Krankenkassen und Sportvereinen, ist und bleibt ein unabdingbarer Baustein für die Gesundheitsförderung. Ob für Kinder, Jugendliche oder Erwachsene spielt dabei nur eine sekundäre Rolle.

2018-04-30T15:09:04+00:00 30. April 2018|Gesetzlich, Gesundheit, Lokal, Sport, Versicherung|