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Zusatzbeitrag der KKH ab April teurer – Was Versicherte jetzt tun können

Ab dem 1. April 2017 erhöht die gesetzliche Krankenkasse KKH ihren monatlichen Zusatzbeitrag um 0,30 Prozent auf 1,50 Prozentpunkte und verlangt somit einen Gesamtbeitrag von 16,10 Prozent. Von der Erhöhung sind rund 1,8 Millionen Versicherte betroffen. Die Kaufmännische Krankenkasse begründet diesen Schritt mit wirtschaftlichen Argumenten. Neben der KKH erhöhen außerdem ab dem 01. April die bundesweit geöffnete Schwenninger Krankenkasse um 0,2 Prozentpunkte auf 15,90 Prozent sowie die geschlossene, betriebsinterne Salzgitter BKK um 0,20 Prozentpunkte auf 15,70 Prozent ihre Zusatzbeiträge.

KKH rückt zu den teuersten Krankenkassen auf

Bereits zum 1. Januar 2017 hatten 27 kleinere Krankenkassen ihre Zusatzbeiträge angehoben. Der bisherige Beitragssatz belief sich auf 1,20 Prozent und lag damit nur geringfügig über dem Durchschnitt von 1,10 Prozent. Als viertgrößte Ersatzkasse rückt die KKH mit ihrer Beitragssteigerung nun in die Riege der fünf teuersten Krankenversicherungen in ganz Deutschland auf. Den neuen Zusatzbeitrag müssen alle Versicherten aus eigener Tasche zusätzlich zum Beitragssatz in Höhe von 14,6 Prozent bezahlen.

Lohnt sich ein Wechsel des Anbieters?

Erhöht eine Krankenkasse ihren Zusatzbeitrag, haben die Versicherten die Möglichkeit, vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen und den Anbieter zu wechseln. Dabei muss die Mindestversicherungszeit von 18 Monaten nicht eingehalten werden. Die Kündigungsfrist beträgt dann, wie bei einer normalen Kündigung auch, zwei Monate zum jeweiligen Monatsende. Bei einem angestrebten Krankenkassenwechsel sollte man unbedingt die Leistungen vergleichen und seine eigenen Wünsche in den Vordergrund stellen. Viele Versicherte legen beispielsweise Wert auf die Kostenübernahme für eine professionelle Zahnreinigung, bevorzugen eine Filiale unmittelbar vor Ort oder nehmen gerne alternative Heilmethoden in Anspruch.

2017-10-17T15:26:29+00:00 31. März 2017|Gesetzlich, Versicherung|