Zusatzbeiträge 2016

Zusatzbeiträge 2017: Durch Krankenkassenvergleich günstige Kasse finden

AnstiegKnapp zwei Drittel der gesetzlichen Krankenkassen haben mit Beginn des neuen Jahres ihre Beiträge angehoben und verlangen von ihren Mitgliedern bis zu 1,8 Prozent Zusatzbeitrag. Für die Versicherten lohnt sich im Falle einer Beitragssteigerung ein Krankenkassenvergleich, denn ein Wechsel der Kasse kann teilweise dreistellige Beträge einsparen.

Seit dem 01. Januar 2015 dürfen die gesetzlichen Krankenkassen die Höhe des Zusatzbeitrags individuell festlegen. Verglichen mit dem letzten Jahr verlangen nun alle Krankenkassen, auch die Metzinger BKK einen Zusatzbeitrag von ihren Versicherten. Allerdings lässt sich auch beobachten, dass keine Krankenkasse ihren Beitrag gesenkt hat und viele ihren Versicherungsbeitrag sogar angehoben haben (aktuelle Liste der Zusatzbeiträge).

Zu den teuersten Kassen in diesem Jahr gehören die BKK Vital mit 1,8 Prozent Zusatzbeitrag und die Viaktiv mit 1,7 Prozent. Im Vergleich zum letzten Jahr ist der durchschnittliche Versicherungsbeitrag bei 1,1 Prozent geblieben. Betrug die Spanne des Zusatzbeitrags im vergangenen Jahr noch bis zu 1,7 Prozent, so zahlen Versicherte in diesem Jahr mindestens 0,3 Prozent ihres Einkommens und höchstens 1,8 Prozent an die gesetzlichen Versicherungsunternehmen.

Sonderkündigungsrecht nach Beitragserhöhung: Krankenkasse wechseln und sparen

RechnerFür viele Versicherte ist eine Beitragssteigerung äußerst ärgerlich, denn auf das Jahr gerechnet kann sie mehrere hundert Euro zusätzlich kosten. Durch die großen Beitragsunterschiede können Betroffene allerdings von den günstigeren Krankenkassen profitieren, indem sie von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und zu einem anderen Versicherungsunternehmen wechseln.

Das Sonderkündigungsrecht ermöglicht allen Versicherten im Falle einer Beitragserhöhung innerhalb eines Monats zu kündigen. Die Kündigung muss der Krankenkasse allerdings bis zum Ende des Monats vorliegen, in dem der erhöhte Beitrag zum ersten Mal fällig war. Im Fall der Zusatzbeiträge, die zum 01. Januar dieses Jahres erhoben wurden, muss die Kündigung also spätestens bis zum 31. Januar erfolgt sein.

Checkliste zum Zusatzbeitrag – Wie reagieren?

Krankenkassenvergleich vor Wechsel ratsam

Vor einem Wechsel empfiehlt sich ein ausführlicher Krankenkassenvergleich, z.b. über krankenkassenzentrale.de, der nicht nur den Beitrag, sondern auch zusätzliche Leistungen und Angebote berücksichtigt. Ein Großteil der Leistungen wird bei allen Krankenkassen durch den Gesetzgeber bestimmt, wohingegen ein geringer Anteil an Zusatzleistungen von jedem Unternehmen individuell festgelegt werden kann. Dazu zählen beispielsweise die Erstattung von Impfungen und Gesundheitskursen oder die Belohnung gesundheitsbewussten Verhaltens durch Bonusprogramme.

Wechsel ohne Risiko und Aufwand

Viele Versicherte nehmen fälschlicherweise an, dass ein Krankenkassenwechsel mit dem Risiko verbunden ist, dass die neue Krankenkasse sie ablehnt und sie kurzzeitig ohne Krankenversicherung zurückbleiben. Laut Gesetz sind allerdings alle gesetzlichen Krankenkassen dazu verpflichtet, Versicherte undabhängig von Alter, Geschlecht oder Vorerkrankungen aufzunehmen.

Auch der Aufwand eines Wechsels ist vergleichweise gering. Die Versicherten müssen zunächst eine fristgerechte Kündigung bei ihrer alten Krankenkasse einreichen und können zeitgleich einen Aufnahmeantrag bei einer neuen Kasse stellen. Sofern die neue Mitgliedschaft bestätigt ist, muss in einem letzten Schritt der aktuelle Versicherungsschein bei der alten Krankenkasse eingereicht werden. Damit ist der Wechsel lückenlos abgeschlossen.

Wechsel der GKV
2017-10-17T15:15:15+00:00 8. Januar 2017|Gesetzlich, Versicherung|