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Wie gefährlich ist Sitzen für unseren Körper wirklich?

Die Fahrt im Auto, der Arbeitstag im Büro, das Abendessen und der Fernsehabend auf dem Sofa. So sieht der Alltag von fast 50 Prozent der Erwerbstätigen aus – sitzend. Nun schlagen immer mehr Mediziner Alarm, denn solch übermäßiges Sitzen ist gesundheitsschädlich.

Wenn Sitzen den Alltag bestimmt

Bereits in der Schulzeit wird der größte Teil des Tages durch Sitzen bestimmt. Startet das Berufsleben, tauschen viele den Klassenzimmerstuhl durch den Bürostuhl. Und auch im Privatleben laufen viele Tätigkeiten sitzend ab. Essen, Fernsehen, Auto fahren und viele mehr. In der Summe kann es vorkommen, dass Menschen bis zu 11 Stunden und mehr täglich sitzend verbringen und das mehrmals in der Woche.

Die Folge können schwere Beine, eine Veneninsuffizienz, Rückenschmerzen sowie Schäden an der Muskulatur sein. Mediziner begründen dies damit, dass der menschliche Körper nicht für langes und dauerhaftes Sitzen ausgelegt ist. Die Auswirkungen werden jedoch von den meisten unterschätzt bzw. im Vorfeld gar nicht erst wahrgenommen. Das viele Sitzen ist so in den Alltag verwoben, dass es kaum auffällt.

Sitzen begünstigt die Entstehung von Krankheiten

Aufgrund von langem Sitzen wird der Kalorienverbrauch im Körper gedrosselt und auch das Herzkreislaufsystem, sowie der Stoffwechsel arbeiten nur auf niedrigstem Niveau. Mit der Dauer und Häufigkeit vom Sitzen erhöht sich damit das Risiko von Stoffwechsel- und Herzkreislauferkrankungen.

Die Venen und Gefäße in den Beinen werden durch dauerhaftes Sitzen stark strapaziert, da das Blut so leichter in den Beinen „versacken“ kann. Die Wadenmuskelpumpe, welche den Blutfluss unterstützen soll, wird dadurch kaum beansprucht. In der Folge kann es zur Bildung von Gerinnseln und zu Thrombose kommen. Treten vermehrt Beschwerden auf, sollte ein Arzt konsultiert werden.

Auch die Haltung leidet auf Dauer

Neben Problemen in den Beinen können bei übermäßigen Sitzen auch die Haltung und die Muskeln einen Schaden davontragen. Aufgrund der Tatsache, dass beim dauerhaften Sitzen viele Muskeln nicht beansprucht werden, baut der Körper diese automatisch ab.

Wer am Bildschirm arbeitet, der neigt den Kopf häufig nach vorne und verkrampft seine Schultern. Das wiederum sorgt für eine einseitige Belastung der Muskulatur. Oftmals hat das Schmerzen in den Bereichen von Nacken und Schulter zur Folge. In der Anfangsphase bezeichnen Mediziner dies noch als Haltungsschwäche. Wird die Fehlhaltung jedoch nicht ausbalanciert, kann sich diese Schwäche zu einem irreparablen Haltungsschaden entwickeln. Um dauerhafte Schäden am Bewegungsapparat abzuwenden, muss im Alltag ein Ausgleich durch entsprechende Bewegung stattfinden. Zahlreiche Personen machen deshalb regelmäßig Sport, gehen zum Yoga oder wählen statt dem Fahrstuhl einfach häufiger die Treppe. (vk)

Von |2018-08-15T13:32:07+00:0015. August 2018|Gesundheit, Sport, Vorsorge|