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Weniger Fett und mehr Gemüse – Gesunde Ernährung reduziert Diabetesgefahr

Es ist eine bekannte aber auch unterschätze Thematik, dass Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit) schwere Erkrankungen als Folge nach sich ziehen können. Auf eine gesunde Ernährung Wert zu legen und so dem hohen Krankheitsrisiko zu entgehen, klingt als Lösung fast schon zu simple. Dennoch halten Volkskrankheiten wie diese, statistisch gesehen einen enorm hohen Anteil an der Verteilung von Krankheitsbildern.

Übergewicht größter Risikofaktor für Diabetes

Übergewicht beziehungsweise Adipositas bilden den größten Risikofaktor, an Typ 2 Diabetes zu erkranken. Professor Hans Hauner, Ernährungsmediziner an der TU München, bezeichnet diese Diagnose als typische  Zivilisationskrankheit. Er führt sie auf eine Lebensweise zurück, die von stets präsenter energiereicher Ernährung in Verbindung mit Bewegungsmangel geprägt ist. Er erkannte bei Schwellenländern, die zu modernen Wirtschaftsnationen aufsteigen den Trend, dass zunächst die Anzahl der Adipösen, dann die der Diabetiker ansteigt.

Aktuellen Zahlen zufolge, gibt es rund 6,5 Millionen Diabetiker in Deutschland. Hinzu kommt, dass etwa jeder dritte Deutsche Diabetes-Suszeptibilitätsgene besitzt. Was bedeutet, dass bei ungesunder Lebensweise ein erhöhtes Risiko besteht, diabeteskrank zu werden.

Ernährungsänderung wichtigster Ansatzpunkt

Die Änderung der Ernährungsgewohnheiten ist und bleibt ein zentraler Ansatzpunkt. Selbstverpflichtungen der Industrie seien bislang erfolglos geblieben, deswegen fordern Ernährungsmediziner eine Steuer auf gesüßte Getränke. Um den Zuckerkonsum zu senken, ist jedoch nicht nur die Politik gefordert, sondern auch die Verwaltung vor Ort. So jedenfalls sieht es Professor Gerd Glaeske von der Universität Bremen: In der Schule und direkt neben dem Schulgelände dürften keine Süßigkeiten verkauft werden.

Fünfmal pro Tag Obst oder Gemüse, tägliche Bewegung und sei es nur der Spaziergang mit dem Hund. Wer so lebt, besitzt eine um 14 Jahre höhere Lebenserwartung als Menschen dessen Lebensweise geprägt ist von Zigaretten, Bier und Chips.

Krankenkassen mit ins Boot holen

Die Umstellung der Ernährung – vielleicht sogar weitgehend der Lebenseinstellung – kann sowohl ein langer als auch schwieriger Weg sein. Ein Weg den betroffene nicht alleine gehen müssen. Längst haben Krankenkassen die Gefahr von Diabetes, ausgelöst durch Adipositas, erkannt und bieten entsprechende Unterstützung an. Jeder hat die Möglichkeit bei seiner Kasse zu erfragen, wie ihm oder ihr geholfen werden kann.

Allen voran die BKK 24, die noch einen Schritt weitergeht. Wie Diabetes sich zurückdrängen lässt, war aktuell Thema auf dem „Länger besser leben“- Kongress, veranstaltet von der Universität Bremen und der Krankenkasse. Für das Programm einschreiben – und das ist der Clou – können sich auch Menschen, die nicht zu den Versicherten der BKK 24 gehören. Wer teilnimmt, bekommt individualisierte Informationen, durch welche kleinen wie großen Veränderungen die Lebensqualität erhöht und die Lebenserwartung verlängert werden kann. (vk)

2018-07-24T10:50:51+00:0018. Juli 2018|Ernährung, Gesetzlich, Gesundheit, Sport|