Warum es wichtig ist, Blut und Plasma zu spenden

In fast allen Bundesländern ist die Notfallversorgung mit Blut nur bedingt gesichert, davor warnen derzeit die Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Fast bundesweit stehen die Dienste demnach vor einem akuten Versorgungsengpass bei gleichzeitig hohem Bedarf in Krankenhäusern. Die zuletzt zögerliche Bevölkerung wird regelmäßig in Städten, Universitäten, Krankenhäusern und auf Veranstaltungen zur zeitnahen Spende aufgerufen.

Blutspende rettet Leben

Schon im September teilte das DRK mit, dass in einzelnen Regionen bis zu 30 Prozent des Blutspendeaufkommens fehlten. Dabei kann jede einzelne Spende Leben retten: Blutkonserven kommen zum Beispiel bei medizinischen Eingriffen zum Einsatz, um den Blutverlust durch die Operation oder einen Unfall auszugleichen. Auch in der Krebstherapie ist Spenderblut wichtiger Bestandteil der Therapie. Eine durchgängig gute Versorgung mit Blut ist für die Betroffenen besonders wichtig, weil der rote Lebenssaft zumindest bislang nicht ersetzt oder künstlich nachgebildet werden kann.

Wozu eine Plasmaspende dient

Neben Blutspenden entnehmen die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter auch Plasmaspenden, die für die moderne Medizin nicht minder wertvoll und wichtig sind. Zum einen, weil in manchen Fällen keine Vollblutkonserve sondern nur das Plasma benötigt wird. Zum anderen, weil Blutplasma ein wichtiger Grundstoff für Medikamente darstellt. Zu finden sind Plasmapräparate zum Beispiel bei der Behandlung von Blutgerinnungsstörungen, in der Notfallmedizin zur Regulierung des Blutvolumens, bei Lebertransplatationen und Impfungen, beispielsweise gegen Tollwut, Diphterie oder Hepatitis. Auch die Behandlung von Immundefekten wäre ohne Plasmapräparate nicht möglich, darunter unter anderem auch die Chemotherapie. Eine Plasmaspende bedeutet also ebenso wie die Blutspende, zur Rettung von Leben beizutragen.

Krankenkassen belohnen Blut- und Plasmaspende mit Bonuspunkten

Jeder Bundesbürger kann unverschuldet und ohne Vorankündigung in Situationen geraten, in denen eine Blutkonserve oder ein Plasmapräparat benötigt werden. Schon allein aus diesem Grund ist es sinnvoll und wichtig, selbst Blut oder Plasma zu spenden. Der Körper des Spenders erholt sich davon in relativ kurzer Zeit, die Entnahme erfolgt unkompliziert ambulant. Während für eine Blutspende lediglich rund fünf Minuten benötigt werden, dauert eine Plasmaspende etwa 45 Minuten, da das Plasma dabei aus dem Blut zentrifugiert und die restlichen Blutbestandteile dem Spender wieder zurückgegeben werden. Übrigens: Einige Krankenkassen wie die Barmer oder die Techniker (Näheres zur TK im Test) rechnen eine Blutspende im Rahmen ihrer Bonusprogramme an, was sich vorteilhaft auf die Höhe der Prämie auswirken kann.

2017-05-19T16:09:46+00:00 23. November 2016|Allgemein|