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Verbraucherzentrale NRW rät zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Für Viele scheint es kaum vorstellbar, aber wer einmal sein Gehalt oder seinen Lohn für die gesamte Dauer der Erwerbstätigkeit hochrechnet, kommt unter Umständen auf einen Betrag in Millionenhöhe. Insbesondere für die Generationen, deren Rentenbeginn sich immer weiter nach hinten verlagert, sind solche Summen gar nicht so abwegig. Allerdings kann Jeder, bedingt durch gesundheitliche Schwierigkeiten, zumindest vorübergehend berufsunfähig werden. Daher rät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zum Abschluss einer der wichtigsten Versicherungen überhaupt – der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU-Versicherung).

Berufsunfähigkeitsversicherung sichert Lebensunterhalt

Der Beruf sichert das Leben. Miete und Strom, Auto und Urlaube, die Abzahlung des Hauses oder das Studium der Kinder – all dies wird vom Gehalt oder Lohn bezahlt, die dadurch unverzichtbar sind. Es kann jedoch jederzeit passieren, dass man durch einen Unfall oder eine Krankheit den Beruf nicht mehr ausüben kann. Dann ist der soziale Abstieg vorprogrammiert. Die staatlichen Absicherungen wurden zum Teil abgeschafft oder genügen nicht, um einen annähernd gleichen Lebensstandard zu halten. Gerade dann, wenn man mit einer Krankheit konfrontiert ist, benötigt man jedoch eher mehr, und nicht weniger Geld. Dabei geht es nicht nur um eventuelle große Anschaffungen wie den Umbau einer Wohnung oder ein behindertengerechtes Auto, sondern auch um Kleinigkeiten wie den Kontakt zu Freunden und Familie zu halten.

BU-Versicherung so früh wie möglich abschließen

Niemand denkt gerne an die eigene Vergänglichkeit oder möchte sich vorstellen, dass er eines Tages nicht mehr so leistungsfähig sein könnte, wie es gerade der Fall ist. Und gerade deshalb ist es von großer Wichtigkeit, dass der BU-Schutz so früh wie möglich abgeschlossen wird, am besten gleich mit dem Einstieg in die Berufstätigkeit. Inzwischen können eine Berufsunfähigkeitsversicherung Studenten und sogar schon Schüler erhalten, sie profitieren dabei von besonders günstigen Beiträgen und nur kleinen Einstiegshürden. Steht man hingegen schon mitten im Beruf und hat vielleicht sogar Vorerkrankungen, dann kann der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung zum Problem werden.

Bedingungen für gefährliche Berufe verbesserungswürdig

Philipp Opfermann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen erläutert, dass es schwierig sein kann, die passenden Produkte für den individuellen Bedarf zu finden. Dabei entsteht durch eine immer feingliedrigere Berufsgruppeneinteilung ein Ungleichgewicht zwischen eher gefährlichen Berufen und solchen, die am Schreibtisch ausgeübt werden. Arbeitnehmer der zweiten Kategorie können sich viel leichter versichern. Die Bedingungen der BU selbst sind zwar in den letzten Jahren deutlich besser geworden, doch es profitieren zu wenige Menschen davon. Der Zugang zu einer qualifizierten Arbeitskraftabsicherung wird immer teurer und schwieriger. Das spricht für alternative Absicherungen, allen voran die Versicherung gegen Erwerbsunfähigkeit.

2017-10-13T09:36:31+00:00 29. Mai 2017|Versicherung, Vorsorge|