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Unternehmensqualität im Fokus: Private Krankenversicherung im Test 2017/2018

Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) hat kürzlich, wie schon in den vergangenen Jahren, ein Rating zur Privaten Krankenversicherung veröffentlicht. In Hinblick auf die Unternehmensqualität, wurden Private Krankenversicherer getestet. Die Allianz belegt den Spitzenplatz, die Landeskrankenhilfe bildet das immerhin noch befriedigende Schlusslicht.

Das sind die besten privaten Krankenversicherungen

Auch in diesem Jahr lag das Augenmerk der jährlichen Untersuchung durch das DFSI auf Service, Produktqualität sowie Substanzkraft. Spitzenreiter und einziges Unternehmen mit der Gesamtnote „Exzellent“ ist die Allianz. Ein „sehr gut“ erreichten außerdem SIGNAL IDUNA und  Barmenia. AXA, DKV, HanseMerkur und R+V konnten folgen. Vor allem mit Blick auf den Service und die Produktqualität wurden unter den besten 6 vorwiegend sehr gute bis exzellente Ergebnisse erzielt. In Bezug auf die Substanzkraft, schaffte es die SIGNAL IDUNA als einziges Unternehmen, die gleiche sehr gute Bewertung wie die Allianz zu erreichen. Schlusslichter mit einem befriedigendem Ergebnis waren unter anderem ENVIVAS, ERGO direkt, Provinzial sowie die Mecklenburgische. Bei der Bewertung fließen Produktqualität sowie Substanzkraft mit jeweils 40 Prozent in das Gesamtergebnis ein. Der Service be­einflusst die Ergebnisse mit 20 Prozent. 

Tests als Entscheidungshilfe bei Wahl der Versicherer

Wird die Private Krankenversicherung im Vergleich betrachtet, können die Test­berichte und Testsieger Verbrauchern als Orientierungshilfe bei der Wahl der geeigneten Versicherung dienen. Hilfe zur Orientierung deshalb, weil auch subjektive Kriterien die Wahl eines Krankenversicherers beeinflussen. Während es für viele wichtig ist, welche Leistungen der Versicherer abdeckt, spielen für andere eher Beitragsstrukturen oder guter Service eine Rolle. Tests von renommierten Einrichtungen liefern Ergebnisse, aus denen Verbraucher sich die für sie relevanten Daten und Fakten herausfiltern können. Im Fall des DFSI-Ratings bilden die Sub­stanzkraft und Produktqualität hierbei wichtige Einflussfaktoren. So gibt die Substanzkraft Aufschluss darüber, wie stabil die Beiträge des jeweiligen Versicherers auch in Zukunft bleiben werden. Wichtig: Wer bereits über längere Zeit bei einem PKV-Unternehmen (Liste) privat versichert ist, sollte von einem Anbieterwechsel absehen. Eine Alternative kann, unter Berücksichtigung differenzierter Kriterien, ein interner PKV-Tarifwechsel sein. 

PKV Beitragsanpassungen durch EZB-Finanzpolitik

Nach der Bundestagswahl und der regierungsbildenden Koalition aus CDU/CSU, Grünen und FDP steht die Private Krankenversicherung zunächst wieder auf relativ sicherer Seite, da für das Konzept einer einheitlichen Bürgerversicherung (PDF) lediglich die Grünen innerhalb dieser Konstellation plädieren. Die FDP setzt sich im Gegenzug für eine Stärkung der PKV ein. Doch ein anderes Problem erhebt sich in Form der derzeitigen Niedrigzinspolitik seitens der Europäischen Zentralbank (EZB). Diese sorgt für die steigende Gefahr einer niedrigen Rendite von am Kapitalmarkt angelegten Geldern. Als Folge dessen sind private Krankenversicherer immer wieder dazu gedrängt, die Beiträge zur PKV anzupassen. Dass das nicht immer zu Gunsten der Verbraucher ausfällt, ist ein allgegenwärtiges Thema bei Betroffenen. Jedes Jahr, spätestens im November, informieren die Versicherer ihre Kunden über aktuelle Beitragsanpassungen in der PKV für das folgende Jahr. Diese können sich in Form von Beitragserhöhungen, Senkungen sowie Beitragsgarantien für Neu- und Bestandskunden äußern. 

2017-11-21T14:38:28+00:00 15. November 2017|Gesetzlich, Politik, Testberichte, Versicherung|