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Techniker Krankenkasse erste Kasse mit 10 Millionen Kunden

Ein neuer Rekord wurde gebrochen: Die Techniker Krankenkasse (TK) konnte kürzlich ihren zehnmillionsten Versicherten verzeichnen. Das macht die TK zur größten der insgesamt 112 gesetzlichen Krankenkassen. Den zweiten Platz belegt die Barmer, die immerhin knapp 9,4 Millionen Kunden betreut. Die TK wurde ursprünglich 1884 gegründet und legte fortan ein dynamisches Wachstum hin: Anfang des 20. Jahrhunderts lag die Zahl der dort Versicherten noch bei knapp 1.000, kurz vor der Wiedervereinigung Deutschlands waren es bereits eineinhalb Millionen. Die aktuelle Mitgliederzahl setzt sich zusammen aus den circa 7,5 Millionen Versicherten und 2,5 Millionen beitragsfrei mitversicherten Familienmitgliedern.

Service wichtiger als Höhe des Krankenkassenbeitrag

Das neueste Mitglied ist der ursprünglich aus Spanien stammende Oliver Muñoz Galván. Für seine Anstellung im Finanzsektor ist er jüngst von Großbritannien nach Berlin gezogen und hat sich für die TK entschieden. Für ihn, so Galván, habe die Krankenkasse am besten zu seinen eigenen Ansprüchen gepasst: Wichtig für seine Entscheidung war unter anderem der sehr gute Service der Techniker Krankenkasse (TK im Test). Dass er der zehnmillionste Versicherte werden würde, war ihm im Vorfeld nicht bewusst. Offenbar hat die Höhe des Zusatzbeitrags nur eine untergeordnete Rolle gespielt, denn deutschlandweit betrachtet ist die Techniker nicht die günstigste Krankenkasse im Vergleich. Grundsätzlich raten selbst Verbraucherschützer dazu, die Wahl der neuen Kasse nicht allein vom Krankenkassenbeitrag abhängig zu machen – Service und Extra-Leistungen sollten mindestens ebenso in die Entscheidung mit eingebunden werden.

Große Krankenkassen fördern Innovationen

Der Vorstandsvorsitzende der TK, Doktor Jens Baas, betont, dass der anhaltende Erfolgskurs besonders der Belegschaft der TK zu verdanken sei. In einem Unternehmen in der Dienstleistungsbranche, so sieht er die Techniker Krankenkasse, sind gute und kompetente Mitarbeiter die Basis des Erfolgs. Dank der Größe ihres Marktanteils sei es der Techniker möglich, vor allem eine gute Versorgung im medizinischen Bereich bieten zu können. Baas argumentiert weiterhin, dass die neuen Angebote tendenziell eher große gesetzliche Krankenkassen (Liste) entwickeln. Start-Ups würden sich mit ihren innovativen Ideen eher an die Marktführer wenden, weil damit schneller mehr Menschen profitieren.  Außerdem wolle man mit den Kunden der TK neue, digitale Wege gehen. So sei eine digitale Gesundheitsakte für das kommende Jahr geplant. Die verschiedenen Modelle der elektronischen Patientenakte, wie die digitale Gesundheitsakte auch genannt wird, kommen auch beim Endverbraucher gut an.

Da waren’s noch 111: Krankenkassen Fusion 2018

Von den derzeit 112 Krankenkassen werden sich im kommenden Jahr 2 weitere Kassen zusammentun: Die Thüringer BKK MEM wird mit der BKK aus Metzingen fusionieren und gemeinsam als Metzinger BKK auftreten. Die derzeitige Zentrale soll in Metzingen verbleiben. Der bisherige thüringische Standort in Meuselwitz soll weiter durch die dortigen Mitarbeiter betreut werden. Der Vorteil für die Thüringer: Sie werden von dem günstigen Zusatzbeitrag ab 2018 profitieren. Statt 0,6 Prozent in diesem Jahr ab 2018 müssen sie nur noch 0,3 Prozent für den Zusatzbeitrag zahlen, der grundsätzlich in den Satzungen der Krankenkassen festgeschrieben wird. Die Metzinger BKK bliebe damit weiter eine der günstigsten regionalen Krankenkassen.

2017-11-10T13:18:32+00:00 6. November 2017|Gesetzlich, Gesundheit, Versicherung|