Stiftung Warentest untersucht 200 Zahnzusatzversicherungen

Ob hochwertige Zahnfüllung, Krone oder Implantat – die Reparatur und der Ersatz von Zähnen ist teuer. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) kommt zwar für einen Teil der Behandlungskosten auf. Das Verhältnis von Leistungsumfang und Kosten wird jedoch nicht selten kritisch betrachtet. Versicherungsexperten raten daher vielfach zu einer Zahnzusatzversicherung, welche die Leistung der GKV sinnvoll ergänzt und einen großen Teil der erforderlichen Eigenleistung übernimmt. Für ihre Novemberausgabe 2016 testete die Stiftung Warentest insgesamt 209 Zahnzusatz-Tarife – mit durchaus ansprechenden Ergebnissen.

Zahnzusatzversicherung – Immer mehr gute und sehr gute Angebote

Im Vergleich zum vorangegangenen Test der Zahnzusatzpolicen in 2014 hat sich sowohl die Anzahl der getesteten Tarife als auch die Anzahl der guten und sehr guten Policen erhöht. Den Warentestern zufolge ist vor allem das Spitzenfeld mit guten und uneingeschränkt empfehlenswerten Tarifen spürbar gewachsen. Insgesamt 66 Tarife erhielten das Testurteil sehr gut, 59 die Bewertung gut, 58 Mal wurde die Note befriedigend vergeben und 26 Mal das Testurteil ausreichend. Mangelhafte Leistungen bot kein Tarif im Test. Wie in vorangegangenen Tests überzeugte auch diesmal wieder der Zahnschutz Exklusiv der DFV mit Bestnoten. Ebenfalls zu den besten Angeboten zählen in diesem Jahr die DKV mit den Tarifen KDTP100 und KDTP100+KDBE sowie die Tarife DentZE 100, DentZE100+DentPro80 und DentZE100+DentZB100 der Halleschen.

Was genau getestet wurde

Die insgesamt 209 Tarife prüften die Warentester für vier unterschiedliche Fälle, wie z.B. ein Inlay statt einer Amalganfüllung oder die Leistung bei einer Kassenkrone. Die verschiedenen Leistungen flossen dabei unterschiedlich gewichtet in die Bewertung ein. 40 Prozent der Gesamtnote machte die Privatversorgung der Versicherten im Test aus, 25 Prozent die Leistung für Inlays. Jeweils 10 Prozent der Gesamtnote entfielen auf die Leistung für Implantate, bei Regelversorgung sowie die Höhe der Jahresobergrenzen für den Fall der Kostenerstattung.

Das sollten Interessenten beachten

Stiftung Warentest weist im Rahmen der Test-Präsentation darauf hin, dass einige Versicherungen gleich mehrere empfehlenswerte Tarife im Portfolio haben. Hier entscheidet der gebotene Leistungsumfang sowie die damit verbundenen Kosten über die richtige Auswahl. Grundsätzlich gilt: Am günstigsten können Interessenten eine Zahnzusatzversicherung in jungen Jahren und mit intaktem Gebiss abschließen. Für einen 43 Jahre alten Versicherten liegt die Preisspanne für einen sehr guten Tarif derzeit zwischen monatlich 11 und 55 Euro. Zusätzlich beachtet werden sollte, dass viele Tarife ihre Leistungen in den ersten Versicherungsjahren beschränken. Es lohnt sich also nicht, vor einer anstehenden umfangreichen Zahnbehandlung noch schnell eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen.

2017-05-19T16:09:50+00:00 28. Oktober 2016|Allgemein|