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Steuerliche Absetzbarkeit der privaten Krankenversicherung

Der Arbeitnehmer kann sein Einkommen in Höhe der Mindestvorsorgepauschale, die für die Pflegeversicherung und Krankenversicherung gilt, steuerlich befreien lassen. Diese beträgt zwölf Prozent des Arbeitslohnes, jedoch höchstens 1.900 €, bzw. 3.000 Euro in der Steuerklasse III. Sind die Beiträge für die Krankenversicherung und die der Pflegeversicherung höher, muss dies entsprechend nachgewiesen werden. Die Pauschale wird dann entsprechend erhöht. Zahlt man beispielsweise statt der pauschalen 1.900 Euro einen Jahresbeitrag in Höhe von 2.500 Euro für die Kranken- und Pflegeversicherung, dann erkennt das Finanzamt bei einem Nachweis zusätzliche 600 Euro an. Beim Lohnsteuerjahresausgleich sind die Werte in der Anlage Vorsorgeaufwand, in den Zeilen 31 (Krankenversicherungsbeiträge für die Basisabsicherung) und 32 (Beiträge zur Pflegepflichtversicherung) einzutragen. Die Versicherungsbescheinigung ist dann beizufügen.

In welche Zeile, was eintragen?

Des weiteren müssen in der entsprechenden Anlage die Werte für die im Jahr erstatteten Beiträge des Versicherers in Zeile 33 eingetragen werden, in der Zeile 34 die Zuschüsse des Arbeitgebers für die private Krankenversicherung. Beiträge für Zahnzusatzversicherungen oder Wahlleistungen sind in Zeile 35 zu vermerken. Eine zusätzliche Pflegeversicherung sind in Zeile 36 zu nennen. In den Zeilen 44 bis 50 folgen dann die Beiträge für Unfallversicherungen, Haftpflichtversicherungen und die steuerliche Behandlung der Berufsunfähigkeitsversicherungen, sowie der Arbeitslosenversicherung.

Mit oder ohne Arbeitgeberzuschuss

Privatversicherte, welche hingegen einen Widerspruch eingereicht haben, dass ihre Daten elektronisch an das Finanzamt übermittelt werden sollen, müssen hier allerdings anders verfahren: Maximal 1.900 Euro können Beamte und Angestellte maximal für alle Versicherungen absetzen. Haben die Versicherten ihre Krankenversicherung ohne Arbeitgeberzuschuss allein bezahlt, z.B. Selbständige erträgt die steuerliche Absetzbarkeit 2.800 Euro. Bei der Steuererklärung sind die Felder 31 bis 35 in der Anlage Vorsorgeaufwand dann entsprechend frei zu halten. In der Zeile 45 ist dann hingegen der Gesamtbetrag für Pflege- und Krankenversicherung, einzutragen. Bei einer zusätzlichen Pflegeversicherung ist dies in die Zeile 36 einzutragen. Von Zeile 44 bis 50 wie gehabt die weiteren Versicherungen.

Private Krankenversicherung von der Steuer absetzen

Beachtet man diese Empfehlungen sollte einer Rückzahlung nichts mehr im Weg stehen. Über 90 Prozent derjenigen, die eine Steuererklärung abgeben, erhalten Gelder zurück. Im Schnitt sind dies über 800 Euro, welche zurückgezahlt werden. Allerdings sind laut Bürgerentlastungsgesetz nur Grundleistungen absetzungsfähig. Dies umfasst in der Regel den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen. Wer in der privaten Krankenversicherung darüber hinaus gehende Leistungen abgesichert hat, sollte sich bei seiner Krankenversicherung Auskunft über die erstattungsfähigen Leistungen einholen.

2017-10-16T10:41:39+00:00 25. Januar 2011|Politik, Versicherung|