//Steigende Beiträge: Versicherte mit Krankenkassenbeiträgen unzufrieden

Steigende Beiträge: Versicherte mit Krankenkassenbeiträgen unzufrieden

Auf gesetzlich Krankenversicherte kommen in den nächsten Jahren möglicherweise deutlich höhere Beitragszahlungen zu. Bis 2018 wird der Zusatzbeitrag deutlich steigen, erwartet der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung. Momentan zahlen Mitglieder einen Aufschlag von durchschnittlich 1,10 Prozent. 2019 soll der Durchschnittswert auf 1,8 Prozent gestiegen sein.

Bereits 2017 sollten die Zusatzbeiträge je nach Krankenkasse um 0,2 bis 0,3 Prozent ansteigen, erklärte die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Doris Pfeiffer, vor einigen Wochen. Bei 2000 Euro monatlichem Bruttoeinkommen sind das beispielsweise 72 Euro pro Jahr. Darum suchen viele Versicherte nach Alternativen zu ihrer bisherigen Krankenkasse.

Gründe für notwendige Anpassungen

Nötig sei dieser Anstieg, weil die Ausgaben der Krankenkassen schneller stiegen als die Einnahmen, erklärte Pfeiffer. Das läge auch an einer Reihe von Reformen, welche die Kassen zu höheren Ausgaben zwängen. Auch die gestiegenen Honorare der Ärzte und die Verbesserungen in der Palliativversorgung verursachten höhere Ausgaben.

Zuletzt ist es jedoch, zumindest in Bezug auf das Jahr 2017, wieder deutlich ruhiger um das Thema Erhöhung der Zusatzbeiträge geworden. Wie Medien berichteten, könnte der Zusatzbeitrag für das kommende Jahr auch stabil bleiben. Zu Grunde gelegt werden hierbei die Prognosen des sogenannten „Schätzerkreises“. Dieser setzt sich sowohl aus Fachpersonal des GKV-Spitzenverbandes, als auch des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und des Bundesversicherungsamtes zusammen.

Trotz höherer Löhne und mehr Beschäftigung: Einnahmen der Krankenkassen reichen nicht

Unabhängig von kurzfristigen Prognosen zum Zusatzbeitrag wird immer wieder festgestellt: Trotz der Konjunktur können die steigenden Einnahmen die Ausgaben der Krankenkassen offenbar nicht decken. Seit 2009 zieht die Konjunktur an und sorgt für höhere Löhne. Zudem sind mehr Bürgerinnen und Bürger in Beschäftigung. Auch erwachsen gewordene Kinder, die vorher in der Familienversicherung mitversichert waren, werden nun selbst zu Beitragszahlern. Dennoch genügen die Einnahmen nicht.

Was steckt hinter dem viel diskutierten zusätzlichen Beitrag? Die Zusatzbeiträge werden zum allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent addiert, der für alle Versicherten gleichermaßen fällig wird. Diesen Betrag teilen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Der Zusatzbeitrag, den der Versicherte eigenständig bezahlen muss, hängt jedoch von der jeweiligen Kasse ab. Seine Höhe steht mit der wirtschaftlichen Lage des Versicherers in Zusammenhang. Das Ergebnis – eine wachsende Unzufriedenheit bei vielen Versicherten; mit Blick auf offensichtlich wachsende Kosten und deren Verhältnis zu den gebotenen Leistungen.

Redaktion

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2017-09-21T08:10:55+00:00 28. Oktober 2016|Allgemein|