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Start der Pilzsaison – auf was Sie im Wald achten müssen

Gerade für leidenschaftliche Pilzsammler beginnt nun wieder eine aufregende Zeit. Für Kenner aber auch Hobbysammler ist die Suche jedoch nicht ganz ungefährlich und kann schnell zu einem Gesundheitsrisiko werden. Nicht jeder Pilz ist für den Verzehr geeignet und manche Sorten ähneln sich sehr stark. Daher ist eine genaue Bestimmung der Pilzarten beim Stöbern im Wald das A und O.

Wie finde ich essbare Pilze?

Orientiert werden sollte sich bei der Suche nach der Regenmenge und allgemeiner Witterung. Der doch sehr heiße Sommer, mit den wenigen Niederschlägen in diesem Jahr, wirkt sich natürlich auch auf den Pilzwuchs aus. Im Internet kann oftmals nachgelesen werden, wo es in der unmittelbaren Umgebung entsprechend viel geregnet hat. Die Wiesenchampignons sind die ersten Pilze und gemäß ihres Namens auf Wiesen zu finden. Dagegen benötigen Waldpilze zum Sprießen zwei bis drei Wochen. Gesammelt werden kann bis zum ersten starken Frost.

Zur genauen Bestimmung der unterschiedlichen Pilzarten wäre der Besuch einer Pilzwanderung oder eines Einführungskurses optimal. Ausgebildete Pilzsachverständige bieten regelmäßig solche Angebote. In Deutschland gibt es 15 Pilzarten, die potenziell tödlich sind, was eine intensive Auseinandersetzung mit diesen Sorten voraussetzt. Daneben gibt es noch weitere 150 Arten, die mehr oder weniger giftig sind und ebenfalls in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken sollten. Zu empfehlen ist auch eine der zahlreichen Pilzliteraturen, um sich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Vor allem Neulinge unter den Pilzsammlern sind auf diesem Gebiet sehr gefährdet.

Pilzvergiftung erkennen und handeln

Pilzarten, die dem Sammler bekannt sind, können abgeschnitten, geschnitten und dann in ein Körbchen gelegt werden. Zur Bestimmung von nicht bekannten Arten sollten diese jedoch komplett geerntet werden – das heißt, inklusive der Wurzel. Optimal ist es, wenn Exemplare unterschiedlicher Altersstufe davon eingesammelt werden. Diese sollten dann in jedem Fall getrennt von den anderen, eindeutig als nicht giftig bestimmten, Pilzen nach Hause transportiert werden.

Eine Vergiftung durch Pilze macht sich in der Regel durch Übelkeit und Erbrechen erkennbar, nachdem diese verzehrt wurden. Aber auch vermehrter Speichelfluss, Schweißausbrüche sowie Schwindel und Atemnot können ein Hinweis sein. Bei dem Verdacht auf Vergiftung sollte dringend und unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Wichtig und als Grundlage für die beste Behandlung bzw. Diagnose ist es, den Rest der verzehrten Pilze mitzunehmen. Die Symptome können nach wenigen Minuten oder mehreren Stunden auftreten. Einige Arten können Vergiftungserscheinungen auch erst nach ein bis zwei Tagen verursachen. (vk)

2018-09-21T11:14:43+00:0021. September 2018|Ernährung, Gesundheit, Lokal|