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Sommer, Sonne, Grillgefahr – Holzkohlerauch schadet doppelt

Sommerzeit ist Grillzeit. Die meisten Deutschen lieben es, im Garten oder auf dem Balkon Würstchen und Fleisch dabei zuzusehen, wie sie gar werden und dann im Kreise der Familie zu essen. Wer gesund grillen will, der sollte nicht nur sorgfältig auswählen, was gegrillt wird, sondern vor allem auch, wie es gegrillt wird. Grillrauch kann uns erheblich schaden. Leider reicht es nicht aus, darauf zu achten, den Grillrauch nicht einzuatmen, weil die Schadstoffe darin auch über die Haut in den Organismus gelangen können. Grillen mit Gas oder Strom ist somit deutlich gesünder für den Organismus als Grillen mit Holzkohle.

Grillzeit ist wunderschön – und birgt Risiken

Grillrauch enthält polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, auch PAKs genannt. Dies sind Krebserregende Stoffe, die am besten gar nicht erst in den Körper gelangen sollten, weil sie unserer Gesundheit schaden. Wer den Grillrauch einatmet, ermöglicht es den PAKs, in die Lungen zu gelangen. Nun haben Forscher der Universität in Jinan in China festgestellt, dass die Schadstoffe im Grillrauch auch über die Haut absorbiert werden und in den Körper gelangen können. Das erstaunliche Ergebnis der Studie legt nahe, dass die Aufnahme über die Haut sogar intensiver ist als über die Atemwege. Im Rahmen der Studie wurden junge Männer bei einer inszenierten Grillparty in drei Gruppen unterteilt: Die erste Gruppe aß Gegrilltes und atmete teilweise Grillrauch ein. Die zweite Gruppe stand ebenfalls in der Nähe des Grills, verzehrte aber nichts. Die dritte Gruppe stand nur dabei und trug Atemmasken. Anschließen wurden Urinproben genommen und untersucht. Die Probanden, die Fleisch aßen, hatten den höchsten Anteil an PAKs im Urin. Es konnte allerdings ermittelt werden, dass die Aufnahme von PAKs über die Haut stärker war als die Aufnahme über die Lunge. Selbst Kleidung schützt nicht vollständig davor.

Woher kommen die krebserregenden Stoffe?

Die PAKs, die gesundheitsgefährdend und krebserregend sind, entstehen, wenn auf dem Grill heiße Holzkohle mit Fett, Öl oder Flüssigkeit aus dem Grillgut in Kontakt kommt. Beim verbrennen dieser organischen Stoffe entstehen die PAKs, die dann im Rauch aufsteigen. Sie sind dann überall in der Luft und dringen natürlich auch in das Grillgut ein. Wer öfter grillt und demnach regelmäßig diesen Schadstoffen ausgesetzt ist (egal ob über die Ernährung, über das Einatmen des Rauchs oder über die Haut, die in Kontakt mit dem Rauch kommt), der hat ein höheres Risiko, verschiedene Krebsarten der Atemwege oder des Darms zu entwickeln. Nicht nur PAKs sind gesundheitsschädlich. Auch HAAs (heterozyklische aromatische Amine) werden mit Darmkrebs in Verbindung gebracht. Deutlich gesünder als das Grillen mit Holzkohle ist das Grillen mit Gas oder einem Elektrogrill. Bei dieser Art des Grillens entstehen deutlich weniger Schadstoffe.

2018-06-20T12:29:53+00:0030. Mai 2018|Ernährung, Gesetzlich, Gesundheit|