//Siemens-Betriebskrankenkasse veröffentlicht Zahlen zur Kundenzufriedenheit

Siemens-Betriebskrankenkasse veröffentlicht Zahlen zur Kundenzufriedenheit

Über unzufriedene Kunden, Beschwerden oder gar Klagen spricht kein Unternehmen gern. Die Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK) will in dieser Hinsicht einen wichtigen Anfang machen. Mit aktuellen Zahlen zu Kundenbeschwerden und Kundenzufriedenheit ging die Krankenkasse jetzt in die Offensive. Und könnte damit Schule machen – insbesondere weil sich auch der Gesetzgeber für mehr Transparenz in der Vorsorge und Patientenversorgung einsetzt.

Über 4.000 Beschwerden im Vorjahr, Tendenz gleichbleibend

Als erste gesetzliche Krankenkasse hat sich die SBK dazu entschieden, künftig auch mit Negativentwicklungen offensiv umzugehen. Insgesamt 4.150 Kunden beschwerten sich in 2015 über Leistungen (oder Nicht-Leistungen) der SBK. Die Beschwerdequote lag damit lediglich zwischen 0,37 und 0,4 Prozent. In diesem Jahr verzeichnete die SBK bislang knapp 4.000 Beschwerden, also ein vergleichbares Beschwerdeniveau. Hinzu kommen für das Vorjahr 660 Widersprüche gegen Entscheidungen der Krankenkasse sowie 175 Sozialgerichtsverfahren, von denen 75 Prozent zugunsten der SBK entschieden wurden. Übrigens: Die meisten Beschwerden betrafen Hilfsmittel, wie z.B. schlechte Windeln für Patienten, die unter Blasenschwäche leiden.

SBK fordert mehr Transparenz

Der Vorstoß der SBK soll keine einmalige Aktion darstellen: Die Kasse plant, aktuelle Zahlen zur Kundenzufriedenheit künftig regelmäßig zu veröffentlichen. Und fordert zugleich, dass andere Krankenkassen ihrem Beispiel folgen. Ihr Argument leuchtet ein: Zahlen zu Beitragshöhen und Zuschlägen, Versichertenanzahl und Ausgaben für diverse Therapien, Heil- und Hilfsmittel helfen zwar dabei, die Leistungen einer Krankenkasse und ihre Leistungsfähigkeit für potenzielle Kunden einzuschätzen. Wirklich aussagekräftig werden die Statistiken allerdings nur, wenn auch Daten zu Beschwerden und Kundenzufriedenheit öffentlich gemacht werden. Anders ausgedrückt: Was der Verband der Privaten Krankenversicherungen schon seit Jahren praktiziert, sollte auch in der GKV zur Selbstverständlichkeit werden.

Gesetzliche Unterstützung für mehr Transparenz und höhere Qualität

Auch der Gesetzgeber hat erkannt, dass der Anspruch an die Qualität von Heil- und Hilfsmitteln im Besonderen nicht zwingend mit den in der Praxis verfügbaren Optionen korreliert. Das 2017 in Kraft tretende Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG) soll schnelle Abhilfe schaffen, etwa durch Vertragsüberprüfungen zwischen Herstellern von Heilmitteln oder Erbringern von Therapien und den Krankenkassen. Um der schlechten Qualität von Hilfsmitteln entgegenzusteuern und die Transparenz unter den Angeboten zu erhöhen ist angedacht, dass Krankenkassen wie Leistungserbringer künftig Patienten zwingend über deren Versorgungsansprüche aufklären müssen.

Redaktion

Die Redaktion betreut Portale, die für Verbraucher Informationen zu bestimmten Themen übersichtlich zusammenfassen. Dazu zählen vor allem weitere Inhalte zum Thema Krankenversicherung, Vorsorge und Gesundheit.

Alle Beiträge anzeigen

Die Krankenkassenzentrale ist eine zentrale Anlaufstelle für Verbraucher rund um Gesundheit, Krankenkassen, Privatversicherungen, Ernährung und Gesundheitsservices.

2017-09-23T16:05:36+00:00 22. Dezember 2016|Allgemein|