/, Gesundheit, Vorsorge/Schwangerschaft: Aminosäure und Vitamine lindern Beschwerden

Schwangerschaft: Aminosäure und Vitamine lindern Beschwerden

Bei vielen Schwangeren wird ein hohes Risiko für die sogenannte Präeklampsie festgestellt. Forscher aus Mexiko und den USA haben herausgefunden, dass die Aminosäure „L-Argin“ in Verbindung mit antioxidativen Vitaminen die Anzahl der Erkrankungen an Präeklampsie verhindern kann. Es wurde eine Studie durchgeführt, an der sich 672 Schwangere beteiligten, bei denen Frühsymptome der Krankheit festgestellt wurden oder bei denen Präeklampsie in der Anamnese erkennbar war: Ab der 20. Schwangerschaftswoche nahmen drei Vergleichsgruppen mit je etwa 220 schwangeren Frauen Energie-Riegel ohne Zusätze, Riegel mit zusätzlichen Vitaminen bzw. Riegel mit Vitaminen und der Aminosäure L-Arginin zu sich. In der dritten Gruppe war die Erkrankungsrate mit 13 Prozent am niedrigsten. In der ersten Gruppe ohne Vitaminzusatz erkrankten dagegen 30 Prozent; in der zweiten Gruppe mit Vitaminzusatz aber ohne Aminosäurezusatz waren es 23 Prozent.

Weniger Frühgeburten durch spezielle Ernährung

Mit der Studie konnten die Forscher nachweisen, dass durch die spezielle Ernährung der Schwangerschatfskomplikation Präeklampsie vorgebeugt werden kann und dass sich die Aminosäure als Nahrungsergänzungsmittel positiv auf den Blutfluss auswirkt. Im Fachmagazin “British Medical Journal” berichteten die Forscher ihre Ergebnisse der Studie: Nur etwa 13 Prozent der Risikopatienten, die Vitamine plus L-Arginin zu sich nahmen, wiesen eine Erkrankung an Präeklampsie auf. Durch die Verbindung der Aminosäure mit Vitaminen sei neben der Anzahl der Erkrankungen auch die Anzahl der Frühgeburten reduziert worden.

Erstgebärende und Frauen über 35 gefährdet

Forscher erklären, dass in den Industrieländern etwa fünf bis sieben Prozent der Frauen während der Schwangerschaft Komplikationen erleben. Besonders betroffen seien Erstgebärende und Frauen über 35 Jahren, die öfter Frühgeburten erleiden. Bluthochdruck, Diabetes und Fettleibigkeit seien gefährliche Faktoren, die eine Schwangerschaft gefährden können. Schwangere mit Präeklampsie leiden u.a. an Schwindel, Übelkeit und Erbrechen, Kopfschmerzen und sogar an Sehstörungen. Erhöhte Leberwerte sind ebenfalls nicht selten. Oft steigt der Eiweißgehalt der betroffenen Frauen und außerdem beschweren sie sich über Wassereinlagerungen (Ödeme). Einige Schwangere klagen über schmerzhafte Krämpfe, was zur Folge haben kann, dass betroffene Frauen ihr Bewusstsein verlieren, ein Nierenversagen erleben oder sogar ins Koma fallen.

Weitere Therapiemöglichkeiten bei ersten Symptomen

Die Entstehung der Präeklampsie ist noch nicht eindeutig geklärt, die Ursachen werden weiterhin erforscht. Ärzte können aber einige Therapiemöglichkeiten anbieten: Mit gezielten Behandlungsmethoden soll den Symptomen der Krankheit entgegengewirkt werden. Die wichtigsten Faktoren einer effizienten Therapie sind Ruhe und Schonung. Bei einigen Therapien steht eine bestimmte Diät im Mittelpunkt: Die Schwangeren sollen sich dabei eiweiß-, salz- und kalroienreich ernähren. Des Weiteren können Patientinnen mit blutdrucksenkenden und gerinnungshemmenden Medikameten behandelt werden.

Weitere Forschungsarbeit gegen Präeklampsie

Experten erklärten, dass Präeklampsien ernstzunehmende Konsequenzen für die Schwangeren und ihre Kinder haben können. Laut Forschern wurde mit der Studie eine einfache und preisgünstige Behandlung von Präeklampsien gefunden. Die mexikanischen und US-amerikanischen Forscher wollen in einer zweiten Studie ihre bislang erzielten Ergebnisse überprüfen. Außerdem soll herausgefunden werden, ob die Aminosäure L-Arginin auch ohne die Vitamine Präeklampsien hemmen kann, damit Risikopatientinnen zukünftig mit Nahrungsergänzungsmittel geholfen werden kann.

2017-10-16T10:25:10+00:00 24. Mai 2011|Ernährung, Gesundheit, Vorsorge|