Schlafen als wichtiger Faktor für Gesundheit und Fitness

Häufig wird unterschätzt, welche Wirkung das Schlafen auf die Regenerationsfähigkeit des Körpers hat. Doch so manches kleine Zipperlein und Anfälligkeiten lassen sich durch ausreichend Schlaf kurieren. Dabei ist auch darauf zu achten, dem Körper zur richtigen Zeit seine Ruhe zu gönnen.

Schlaf auch für Sportler besonders wichtig

Beispiele für die große Bedeutung von genügendem und auch koordiniertem Schlaf gibt es unter anderem im professionellen Sport: Der Belgier Janosch Emonts, Athletik-Trainer beim Hamburger Fußballclub St. Pauli, weiß dass sich nur mit ausreichend Schlaf die volle Leistungsfähigkeit entfalten lässt. Darum hält er die Spieler seines FC St. Pauli zum richtigen Schlafen an, damit die aktiven Sportler sich körperlich gut erholen können. Neben vielen anderen wichtigen Faktoren liefert dies die Grundlage, damit sich das Team, wie zuletzt, wesentlich energetischer zeigen kann, als noch am Anfang der Saison. In der Nacht regeneriert sich der Körper, während er zwischen Tiefschlaf und Traumphasen abwechselt. Bei Erwachsenen wiederholt sich dieser Rhythmus etwa vier- bis sechsmal pro Nacht. Wer also dauerhaft unter Schlafstörungen leidet, gefährdet somit auch seine Gesundheit. Doch was genau geht im Körper vor, wenn wir schlafen?

Was im Körper während des Schlafs passiert

Im Körper läuft ein komplettes Regenerationsprogramm ab. Es wird unter anderem hormonell gesteuert und ist zwischen 22 Uhr und 2 Uhr morgens am aktivsten. Das ist eine schlechte Nachricht für „Nachteulen“, denn man sollte in dieser Zeit tatsächlich schlafen. Neben anderen Vorgängen schüttet der Körper ein Wachstumshormon aus in dieser Zeit, das für die Bildung neuer Zellen verantwortlich ist: Wunden können dadurch besser heilen und Knochen wachsen, Haut und Organe werden durch diese neuen Zellen quasi erneuert. Der nächtliche Erholungsprozess gilt ebenso für das Gehirn, dass die Eindrücke des Tages verarbeitet.  Es braucht die Pause, um seine Nervenzellen neu zu vernetzen und die Erfahrungen sinnvoll „abzulegen“ und zu speichern. Das kann man sich bildlich wie ein einem kleinen Büro vorstellen, in dem nur nachts aufgeräumt und sortiert wird. Neu gelernte Dinge wie ein Instrument oder eine Sprache werden im Schlaf verfestigt.

Schlechter Schlaf kann gefährlich sein

Regelmäßiger und tiefer Schlaf wirkt sich außerdem positiv auf die Figur aus. Während man schläft, schütten die Fettzellen das Hormon Leptin aus und verhindern so, dass man nachts Hunger verspürt. So positiv sich ausreichender und tiefer Schlaf auf die Gesundheit auswirkt, so schädlich sind daher Schlafstörungen für das Wohlbefinden und die körperliche Abwehr. Wer dauerhaft mit Schlafproblemen zu kämpfen hat, leider öfter an Diabetes, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zusätzlich ist die alltägliche zum Einsatz kommende Abwehr geschwächt, sodass Schlafmangel zu häufigeren Erkältungen und anderen kleinen Wehwehchen führen kann. Wer es einrichten kann, sollte ruhig mal wieder tagsüber ein kleines Nickerchen machen. Ein kurzer Schlaf von maximal 20 Minuten, auch Power-Napping genannt, verhilft auch am Tag wieder zu neuer Energie.

Wie ein guter Schlaf gelingen kann

Viele Menschen haben Einschlafprobleme oder können schlecht durchschlafen. Dabei gibt es einiges, was man für einen gesunden Schlaf tun kann: intensiven Fernsehkonsum oder anregende Literatur vor dem Schlafen vermeiden, stattdessen lieber einen kleinern Spaziergang machen oder etwas Beruhigendes lesen. Weiterhin wird geraten, keinen Alkohol oder schweres Essen vor dem zu Bett gehen zu sich zu nehmen. Der Fernseher sollte im Schlafzimmer generell tabu sein, ebenso wie das Smartphone. Viele Menschen reagieren empfindlich auf die elektromagnetische Strahlung, ohne es zu wissen. Auch sollten Probleme nicht verschleppt werden. Besser ist es, regelmäßig über diese Probleme zu sprechen, denn sie können ansonsten einen entspannten Schlaf verhindern.

2017-05-19T16:09:37+00:00 2. März 2017|Allgemein|