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Rente 2019 – Das ändert sich für die Rente mit 63

Die Rente mit 63, die vor vier Jahren als „Altersrente für langjährig und besonders langjährig Versicherte“ eingeführt wurde, verschiebt sich. Abschlagsfrei mit 63 Jahren in Rente gehen, funktioniert nur noch unter bestimmten Voraussetzungen. Die Rente mit 63 soll Arbeitnehmer belohnen, die besonders lange in die Gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hatten. Doch jedes Jahr schiebt sich das Renteneintrittsalter weiter nach hinten.

Ohne Abschläge in den Ruhestand – noch möglich?

Arbeitnehmer, die besonders früh in den Arbeitsalltag gestartet sind, sollten mit der Rente mit 63 für ihr langes Arbeiten und Einzahlen in die Rentenversicherung belohnt werden. Die Rente sollte dann trotz des früheren Renteneintritts ohne jeden Abschlag bezahlt werden.

Wie das Rentenalter selbst, verschiebt sich auch die Rente mit 63 mit jedem Jahr um zwei Monate nach hinten. Zum 1. Januar 2019 ist es dann so weit: Es beginnt das erste Jahr, in dem das Eintrittsalter für die Rente näher am 64. Geburtstag liegt als am 63. Der Jahrgang 1956, der mit 63 in Rente gehen könnte, kann dann erst mit 63 Jahren und acht Monaten in den Ruhestand schreiten. Das Jahr 2020 wird dann das letzte Jahr sein, in dem ein Jahrgang noch ohne Abschlag mit 63 in den Altersruhestand gehen und volle Rente beziehen kann.

Was für die nötigen Beitragsjahre zählt

Ein Arbeitnehmer, der nicht auf die 45 Jahre Arbeitszeit kommt, kann möglicherweise trotzdem die Voraussetzungen für die Rente mit 63 erfüllen. Dazu gehört neben der geleisteten Arbeitszeit und den Versicherungsjahren auch noch die Erziehung eines Kindes bis zum 10. Lebensjahr.

Auch ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) oder Zeiten, in denen zwar nur in einem Minijob gearbeitet, aber trotzdem in die Gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt wurde, kann hilfreich sein. Ebenso Zeiten, in denen der gesetzlich Rentenversicherte Angehörige pflegte, dies aber nicht erwerbsmäßig tat. Auch gehören Zeiten, in denen Kurzarbeitergeld, Schlechtwettergeld oder Insolvenzgeld gezahlt wurde, dazu. Und auch das freiwillige Einzahlen in die Gesetzliche Rentenversicherung, wenn mindestens 18 Jahre lang Pflichtbeiträge in die Rentenversicherung eingezahlt wurden, kann zum Erfüllen der Voraussetzungen führen. (vk)

Von |2018-12-06T16:32:12+00:004. Dezember 2018|Gesetzlich, Politik, Versicherung, Vorsorge|