Die privaten Krankenversicherer Ottonova und LVM bringen mit ihren neuen Zahnzusatztarifen Bewegung auf den Markt. Und auch die Allianz ist im Bereich der Krebserkrankungen aktiv geworden und entwickelte einen Zweite-Meinung-Service. Zudem gibt sie einen neuen Optionstarif heraus. Neue Krankenzusatztarife für verschiedene Berufsgruppen hat die Inter auf den Markt gebracht.

Bewegung im Markt: LVM bietet neue Zahntarife

Auf dem Markt der privaten Krankenversicherung herrscht derzeit frischer Wind. Einige der privaten Krankenversicherungen offerieren ihren Kunden ganz neue oder erweiterte Versicherungstarife und Leistungsangebote. Nach einer Kundenbefragung stellte sicher heraus, dass viele Versicherte derartige Leistungen in Anspruch nehmen möchten. Das neue „ZahnPremium“ der LVM Krankenversicherungs-AG sorgt zusammen mit den Zuschüssen der gesetzlichen Versicherung für eine Kosten­ab­deckung von 100 Prozent im Bereich der Kieferorthopädie. Innerhalb der „ZahnPremium“ kommt es so einer Zuzahlung von bis zu 2.000 Euro. Außerdem werden Maßnahmen zur Schmerzausschaltung, Zahnersatz und Zahnbehand­lungen erstattet. Oben drauf gibt es eine Übernahme von 200 Euro pro Jahr für die Vor­sorge­leistungen.

Der neue Tarif „ZahnKomfort“ sieht eine Übernahme von immerhin bis zu 80 Prozent aller anfallenden Kosten vor, inklusive der Zuschüsse der gesetzlichen Kranken­versicherung. Für Behandlungen in der Kieferorthopädie erhalten Kunden einen Zuschuss von bis zu 1.000 Euro. Einmal im Jahr gibt es zudem 100 Euro für prophylaktische Leistungen wie z.B. die professionelle Zahnreinigung. Die Wartezeit beträgt in beiden Tarifen acht Monate, Maßnahmen zur Vorsorge können unmittelbar beansprucht werden. Kommt es aufgrund eines Unfalles zu Behandlungen, dann leistet die LVM direkt in vollem Umfang. Ansonsten beinhalten beide Tarife eine vierjährige Zeitstaffel.

Allianz erleichtert PKV-Wechsel und Zweite-Meinung-Service

Mit einem gänzlich neuen Angebot betritt die Allianz Private Krankenversicherung AG den PKV-Markt: Mit ihrem neuen Tarif „OptionFlexiMed“ friert die Allianz den derzeitigen Gesundheitszustand gesetzlich Versicherter über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren ein. Was bedeutet das konkret?

Wer noch jung ist oder unschlüssig, ob er eines Tages mal von der GKV in die PKV wechseln kann oder möchte, garantiert sich für einen monatlichen Beitrag von 4,55 Euro die Option, zu einem späteren Zeitpunkt ­– bis zu 20 Jahre in der Zukunft – einmal eine Krankenvollversicherung oder Krankenzusatzversicherung bei der Allianz zu beziehen. Die üblichen Gesundheitsfragen werden als junger und gesunder Mensch beantwortet. Diesen Gesundheitszustand sichert man sich, auch wenn man erst später eintreten möchte. Sämtliche Erkrankungen, die in der Zwischenzeit auftreten, bleiben unberücksichtigt und können auch nicht zu Ausschlüssen führen, da die Fragen nicht erneut beantwortet werden müssen. Auch sonst übliche Wartezeiten entfallen.

Als weiteres Angebot bietet die Allianz ihren Vollversicherten seit Mitte Mai einen sogenannten Zweitmeinungs-Service bei Krebserkrankungen. So soll gewährleistet werden, dass die Patienten eine qualitative und fundierte Zweitmeinung bekommen können. Das Angebot ist für Allianz-Versicherte kostenfrei.

Ottonova und Inter mit neuen Angeboten

Mit insgesamt drei neuen Zusatzversicherungen für gesunde Zähne, sorgt die Ottonova ebenfalls für neue Angebote, deren Leistungsumfang 100 Prozent abdeckt. Wer den Tarif „Zahn First Class” mit 29 Jahren abschließt, zahlt monatlich knapp 20 Euro, ohne dass ein berufliches Risiko oder bereits fehlende Zähne berücksichtigt werden. Der Tarif beinhaltet die Kosten für hochwertigen Zahnersatz und eine professionelle Zahnreinigung in Höhe von 90 Euro, die bis zu zweimal jährlich finanziert wird. Als kostenfreies Extra können Kunden die App von Ottonova nutzen: Mit digitalen Terminservices, dem Gesundheitstelefon und der Timeline, die z.B. Arztbesuche aufzeigt, profitieren die Kunden von einem umfangreichen digitalen Gesundheitsangebot.

Der Versicherer Inter stellt vier neue Krankentagegeldtarife vor. Je nach Beruf, können bis zu 800 Euro täglich abgesichert werden. Dieser Maximalbetrag ist für Ärzte in eigener Praxis gedacht. Mit einem Maximum von bis zu 500 Euro können sich Angestellte und Selbständige, aber auch angestellte Ärzte versichern. Diese neuen Tarife beinhalten allerdings eine Karriereklausel: Je höher der Versicherte die Karriereleiter hinaufklettert und damit das Einkommen steigt, desto höher wird mit der Zeit auch der Beitrag. Eine neue Gesundheitsprüfung oder Wartezeiten entfallen mit den weiteren Karriersprüngen jedoch. Weitere Vorteile des neuen Tarifs sind ein Kinderkrankentagegeld und die Übernahme von Kosten bei einer länger andauern­den Erkrankung, die auch Rehabilitationsmaßnahmen und eine Wieder­ein­gliederung erfordern.