/, Gesundheit, International, Sport/Pizza, Chips & Bier – wie ungesund ist die WM?

Pizza, Chips & Bier – wie ungesund ist die WM?

Die Fußballweltmeisterschaft in Russland hat mit den ersten Spielen Fahrt aufgenommen. Überall herrscht WM-Fieber – ob im Garten des Nachbarn oder beim Discounter nebenan. Aber eine WM mit Gemüsesticks, Obsttellern und ungesüßtem Tee? Unvorstellbar. Bier, Chips und Grillwurst gehören schließlich einfach dazu. Aber wie schädlich ist das Sündigen während der WM wirklich?

Meisterschaft, die Kilos schafft?

Wenn begeisterte Zuschauer im Werbespot von der Couch springen, haben sie meist ein Bier in der Hand. Bei 90 Minuten Spielzeit werden aus einem schnell zwei oder mehr. Mit ca. 400 Kalorien pro Liter wird der tägliche Kalorienbedarf aber bereits zu 20 Prozent gedeckt. Außerdem ist Bier appetitanregend und steigert damit den Konsum beispielsweise von Chips und Bratwurst, die bei einem WM-Spiel ohnehin nicht fehlen dürfen. Forscher der Universität Yale haben herausgefunden, dass besonders fettige und kohlenhydrathaltige Lebensmittel Glücksgefühle hervorrufen. Unser Gehirn trügt uns folglich doppelt.

Während der WM verbringen wir viel Zeit vor dem Fernseher, trinken mehr Bier und Softdrinks und greifen öfter zu Chips und Pizza. RTL-Reporter Jenke von Wilmsdorff hatte in einem Experiment drei Wochen lang auf Bewegung verzichtet und ausschließlich ungesund gegessen. Die Folge: 12 cm Bauchumfang kamen hinzu, das Risiko einer Leberverfettung war besorgniserregend und der Körperfettanteil war gestiegen. Zum Vergleich – die WM dauert gute vier Wochen.

Zweifelhafte Sponsoren des DFB

Ernährungswissenschaftler und Ärzte kritisieren den DFB auch für die Sponsoren­verträge mit McDonalds und Coca-Cola. Diese stehen schon seit Jahren in der Kritik, ungesunde Ernährung und zu stark zuckerhaltige Getränke zu bewerben. Gerade für Kinder und Jugendliche ist die Bewegungsarmut mit stundenlangen Fernseh-Übertragungen, gepaart mit Zuckerdrinks und Burgern, nicht gerade gesundheits­fördernd. Dabei soll das Hobby ums Kicken doch gerade das Gegenteil bewirken.

Die in der Satzung des DFB festgehaltenen Grundsätze über gesunde Ernährung und Bewegung stehen im Konflikt mit der Wahl der Sponsoring-Partner. Das jedenfalls meint der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Der DFB kontert damit, dass sich die Hauptsponsoren in Breitensport und karitativen Projekten engagieren würden und so die Bewegung gerade der besonders gefährdeten Kinder und Jugendlichen fördern.

Hannover 96 zeigt wie es richtig geht

Wie Sponsoring und Engagement richtig funktionieren können, zeigt der Bundesligist Hannover 96 und geht damit mit bestem Bespiel voran. Mit dem Projekt „96 Plus“ engagiert sich der Verein gemeinsam mit starken Partnern für vier Kernbereiche: Sport und Bewegung, Kinder und Jugend, Bildung und Kultur sowie Soziale Inklusion. Damit begreift der Fußballverein seine soziale Verantwortung und nutzt seine gesellschaftliche Stellung optimal. Sponsoren? Das müssen für einen Sportverein nicht Coca-Cola oder McDonalds sein – das können ebenso gut auch Krankenkassen sein. So ist die AOK Niedersachsen Partner von Hannover 96. Denn Bewegung und Gesundheit korrelieren eindeutig besser miteinander als Fußball und Burger.

Der Spaß an der WM soll dabei aber trotzdem nicht zu kurz kommen. So spendete 96 Plus zuletzt einen Fernseher für das Projekt „Kompass“, einem Treffpunkt für Menschen ohne Wohnsitz, die damit die Weltmeisterschaft in Russland verfolgen können. Wie in allen Lebenslagen heißt es auch zur WM 2018: In Maßen, nicht in Massen. Auf das Bierchen zum spannenden Spiel sollte niemand verzichten müssen. Vielleicht lockert ein Spaziergang zusätzlich die angespannten Muskeln, nach einem spannenden Match. Denn neben zu vielen Gegentoren, sollten wir uns nicht auch noch Gedanken um zu viele Kalorien machen müssen.

Gesund durch die WM mit veganer WG

Aber nicht nur die Gesellschaft, die eigenen Vorlieben oder Werbung beeinflussen das eigene Essverhalten oder Essstörungen, auch die Art und Weise wie wir Wohnen kann positive, wie negative Auswirkungen haben. Als Student in einer WG, scheint gesunde Ernährung während der Fußballweltmeisterschaft in diesem Zusammenhang schier unmöglich. Unmöglich? Nein, denn es gibt bereits zahlreiche Wohngemeinschaften, in der sich die Bewohner gänzlich einig sind, was auf den Tisch kommt. Die gleichen Essgewohnheiten, wie vegane Ernährung oder vegetarisches Essen sind nicht nur ein Garant für mehr Harmonie, sondern fördern auch das Zusammenleben, beispielsweise durch gemeinsames Kochen.

Wichtig ist, die für sich geeignete WG zu finden. Auf dem Internetportal WG-Gesucht scheint dies kein Problem zu sein. So berichtete Europas größte WG-Plattform selbst schon über vegetarische Gemeinschaften und deren Vorteile. Für Suchende kann mit der richtigen WG-Art leicht das passende gefunden werden. So bietet das Portal zahlreiche Möglichkeiten für eine einfache Suche – ob Angebot oder Gesuch, spielt dabei keine Rolle. Und wer weiß – vielleicht landet mit der richtigen WG beim nächsten Deutschland-Spiel nicht die Bratwurst, sondern die Zucchini auf dem Grill.

2018-07-19T15:57:49+00:0020. Juni 2018|Ernährung, Gesundheit, International, Sport|