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Pflegezusatzversicherung im Test: Das sind die aktuellen Testsieger bei Finanztest

Die Stiftung Warentest hat kürzlich im Rahmen ihres Magazins Finanztest zahlreiche private Pflegezusatzversicherungen getestet. Im Ergebnis konnten die HanseMerkur und die Württembergische Krankenversicherung bei einem 45-jährigen Modellkunden am besten abschneiden. Aber auch viele weitere Versicherungen konnten im Bereich der Pflegetagegeldversicherung positiv bewertet werden. Das Angebot an Pflegezusatzversicherungen wurde allgemein als recht gut eingestuft.

Pflege-Bahr schließt Versorgungslücke nicht

Die Pflegezusatzversicherungen im Test decken Pflegekosten und Pflegetagegeld ab. Getestet wurden 31 Tarife zur Pflegetagegeldversicherung von insgesamt 27 Anbietern sowie vier Pflegekostentarife. Nur der Pflege-Bahr konnte von der Stiftung Warentest nicht empfohlen werden. Trotz der staatlichen Förderung im Pflege-Bahr (PDF) ist dieser im Gegensatz zu anderen Vorsorgevarianten zu teuer und deckt die Versorgungslücke nicht vollständig. Grob betrachtet gibt es drei Modelle von Pflegezusatzversicherungen: Das erste Modell sieht identische Leistungen sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich vor, wobei diese stets mit dem Pflegegrad ansteigen. Das zweite Modell bietet konstante Leistungen für die stationäre Pflege der Grade zwei bis fünf, während die Leistungen für ambulante Pflege abhängig von der Pflegeintensität steigen. Beim dritten Versicherungsmodell werden ab dem Pflegegrad 2 die stationären und ambulanten Pflegeleistungen in gleicher Höhe übernommen. Der Test war so aufgebaut, dass die Leistungen inklusive der Höhe des Tagegeldes von zwei fiktiven Pflegeversicherten verglichen wurden.

Durchweg gute Ergebnisse

Fast alle Pflegezusatzversicherungsanbieter konnten mit „gut“ abschließen, die HanseMerkur und die Württembergische sogar mit sehr gut. Das Ergebnis ist also durch die Bank zufriedenstellend und waren beim theoretischen Beispiel eines 45-jährigen Versicherten bei allen Versicherungen besser als bei einem 55-jährigen Versicherten. Bei der HanseMerkur wurden die Tarife PGA und PGS als einer der besten für beide Modellkunden eingestuft. Bei der Württem­bergischen Krankenversicherung konnte der PTPU Tarif für einen 45-Jährigen überzeugen. Bei dem älteren Versichertenmodell konnten sich die DKV und die DFV im Test erfolgreich mit einem guten Gesamturteil durchsetzen. Die Tarife DeutschlandPflege Flex (Modell 1) der Deutschen Familienversicherung und PTG (Modell 2) von der DKV erhielten im Test, wie auch die HanseMerkur, eine Topbewertung mit der Note 1,6.

Pflegekostenversicherung im Test

Die Pflegekostenversicherung ist im Vergleich zur Pflegetagegeldversicherung etwas günstiger. Bei den getesteten Tarifen  PZU 100 der DKV, Tarif 685 der Arag, P3 von der Gothaer und Uni-PVplus 100 der Universa gab es deutliche Unterschiede: Während die DKV und die Universa den Beitrag einer gesetzlichen Krankenversicherung ohne Nachweis verdoppeln, muss man bei den anderen beiden Anbietern immer eine Rechnung vorlegen. Zudem werden die angefallenen Kosten bei den Tarifen 685 und P3 nur bis zu einem Maximalbetrag erstattet. Bis auf die Gothaer passen alle drei Versicherer ihre Tarife an die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung an, auch wenn sich diese im Laufe der Zeit verbessern sollten.

2017-12-08T11:10:14+00:00 8. Dezember 2017|Testberichte, Versicherung, Vorsorge|