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Online Rentenkonto – Verbraucher wünschen sich mehr Transparenz in der Altersvorsorge

Vom Online-Shopping bis zur aktuellen Wetterlage – ein Leben ohne diese, mittlerweile selbstverständlich gewordenen, Errungenschaften moderner Technik ist unvorstellbar. Erheblicher Handlungsbedarf besteht jedoch im Bereich der Rente und Vorsorge. Hier könnte mehr Transparenz der Eigeninitiative deutlich Antrieb geben. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Goethe-Universität, des Max-Planck-Instituts, der Deutschen Bank sowie der Commerzbank.

Transparenz in Sachen Rente ist der Schlüssel

In skandinavischen Ländern können alle Bürger über ein übergreifendes Rentenkonto jederzeit deren zu erwartende Rentenansprüche einsehen. Eine solche Rentenübersicht ist mittlerweile auch im deutschen Koalitionsvertrag (PDF) festgeschrieben worden. Den Nutzen eines solchen Online-Rentenkontos belegt eine erste wissenschaftliche Studie. Die Frankfurter Goethe-Universität und das Max-Planck Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik haben in Kooperation mit der Deutschen Bank und der Commerzbank erste Zahlen erhalten.

20.000 Bankkunden wurde das Angebot unterbreitet, deren eigene Rentenansprüche aktuell einsehen zu können und leichter zu verstehen. Von diesen 20.000 Probanden füllten 14.267 den Fragebogen aus. Interesse an der eigenen Altersvorsorge ist mit über 70 Prozent demnach vorhanden. Um die im nächsten Schritt gebetenen persönlichen Rentendaten, kümmerten sich dann nur noch knapp über 1.000 Kunden. Es kann geschlussfolgert werden, dass es dieser eigene Aufwand ist, der letztlich die Barriere für mehr Vorsorge-Engagement bildet. Die Menschen sehnen sich in einer Internet affinen Welt nach Einfachheit und einer transparenten Übersicht der Ansprüche, die mit wenigen Klicks verfügbar ist. Langes Blättern in zig Ordnern und das Zusammenrechnen verschiedener Leistungen aus Vorsorge-Verträgen – wer kann da schon den Überblick behalten?

Apps optimieren die Altersvorsorge

80 Prozent der Teilnehmer verstehen die Zahlen, die sie erhalten. Über die Hälfte glaubt zu wenig anzusparen. 43 Prozent befürchten sogar eine Altersarmut. Insgesamt 66 Prozent der Befragten sind nicht in der Lage, deren Rentenansprüche genau zu beziffern.

Mehrere Startups im Bereich der Fintechs haben die enorme Informationslücke bereits erkannt und handeln entsprechend. Mit dem Rentencockpit von fairr.de haben Verbraucher beispielsweise die Möglichkeit alles rund um die Altersvorsorge digital im Überblick zu behalten. Der zu erwartende Rentenanspruch ist jederzeit einsehbar und sogar durch Formen der Rentenvorsorge optimierbar. 61 Prozent der Kunden sehen sich durch ein solches Tool als gut informiert. 64 Prozent sehen hier eine bessere Planung Ihrer persönlichen Altersvorsorge. Das Interesse an einer intensiveren Beschäftigung mit der eigenen Rente und dem Ziel der Optimierung, ist bei jedem fünften Teilnehmer gewachsen.

Vor allem Frauen sollten besser vorsorgen

Frauen wird häufiger ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis nachgesagt, als dem männlichen Pendant. Doch vor allem Frauen, die aus einer Generation stammen, in der die Ehemänner berufstätig waren, haben es mit Renteneintritt besonders schwer. Auch Frauen, die in Teilzeit gearbeitet haben, um die übrige Zeit besser für die Familie nutzen zu können, sind betroffen. Die Kinder sind aus dem Haus und die Rentenhöhe ist mitunter besonders gering. Eine gute Altersvorsorge ist hier das A und O. Wer aber keinen Draht zu Apps und Co. hat, dem hilft beispielsweise auch die Frauen Finanz Gruppe – Susanne Kazemieh. Das Unternehmen bietet im Rahmen der Vorsorge eine umfassende und persönliche Beratung auf Grundlage persönlicher Bedürfnisse. Zwischen Riester-Rente und Rürup-Rente liegen vor allem zahlreiche Fragen. Durch die persönliche Beratung der Frauen Finanz Gruppe kann Transparenz geschaffen und so die Hürde der Altersvorsorge erfolgreich genommen werden.

Letztlich besteht zwar ein großer Bedarf an mehr Übersichtlichkeit und dem einfachen Umgang mit den Rentenansprüchen. Doch existieren derzeit schon viele Alternativen, die die Bedürfnisse der Menschen bedienen. Ob digitales Rentencockpit oder persönliche Beratung – wer vorsorgen möchte, muss nicht auf die Initiative aus Politik und Wirtschaft warten.

2018-07-19T15:56:16+00:0028. Juni 2018|Gesetzlich, Politik, Versicherung, Vorsorge|