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Noroviren in Erdbeeren – Aldi startet Rückrufaktion

Erdbeeren, die roten Früchte schmecken lecker und sind gesund. Auch tiefgekühlt werden diese Sommerfrüchte gern gekauft. Nun haben Lebensmittelkontrolleure bei einem Routine-Test in Tiefkühl-Erdbeeren der Frost Import GmbH Noroviren entdeckt. Die betroffenen Beeren wurden bei Aldi Nord angeboten und sofort zurückgerufen.

Diese Packungen sind betroffen

Die Gefahr von Noroviren lauert in den Tiefkühl-Erdbeeren und einer Tiefkühl-Beerenmischung der Firma Frost Import GmbH und betrifft die Bundesländer Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen. So gaben es das Bundesamt für Verbraucherschutz und die Bundesländer bekannt. Die tiefgekühlten Beeren wurden bei Aldi Nord angeboten. Der Discounter reagierte daraufhin sofort und rief die betroffenen Packungen zurück. Die Rückrufaktion betrifft die Marke „Golden Fruit“, die Packungen haben das Mindesthaltbarkeitsdatum 28.04.2017 und 05.05.2017. Nach Angaben der Firma Frost Import GmbH sind 25.000 Kilogramm der Früchte betroffen. Auch bei österreichischen Hofer-Märkten sind möglicherweise einige dieser Tiefkühlbeeren in den Handel gelangt. Firmeninhaberin Christina Christiaans erklärte der „Mitteldeutschen Zeitung“, das Unternehmen habe sofort reagiert und nicht erst auf eine Entscheidung der Ämter gewartet. Es seien in Halle noch vor Ort viele der aus Ägypten importierten Erdbeeren vernichtet worden.

Keine Angaben machte sie jedoch darüber, wie viele der Beeren bereits in den Handel kamen oder sogar schon verkauft wurden. Das Unternehmen sei bemüht, erklärte die Firmeninhaberin weiter, so viele Tiefkühlpackungen wie möglich noch abzufangen, bevor sie zum Verbraucher gelangen. Auch wenn nicht klar ist, ob wirklich alle Tiefkühlerdbeeren von dem Virus betroffen sind, erfolgt die Rückrufaktion selbstverständlich für alle Produkte aus der betroffenen Produktion.

Heftige Krankheitssymptome und hohe Ansteckungsgefahr

Wer sich mit dem Norovirus infiziert, leidet unter plötzlich auftretendem Durchfall und schwallartigem Erbrechen, Bauchkrämpfen und Übelkeit. Die Erkrankten fühlen sich matt und leiden oftmals auch unter Schwindelgefühl. In einigen Fällen kommt es zu Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Die Krankheit beginnt einige Stunden bis etwa zwei Tage nach der Infektion mit dem Virus und klingt in der Regel bereits nach 12 bis 72 Stunden wieder ab. In einigen Fällen können sich die Beschwerden auch länger hinziehen. Auch wenn die Infektion mit dem Norovirus normalerweise folgenlos abklingt, kann es durch den hohen Flüssigkeitsverlust besonders bei kleinen Kindern und ältere Menschen zu Komplikationen, wie Kreislaufzusammenbrüchen, kommen. Eine hohe Ansteckungsgefahr von bis zu zwei Wochen bleibt auch nach dem Abklingen der Krankheitssymptome noch bestehen. Vor allem über Erbrochenes, Stuhl sowie Tröpfcheninfektion erfolgt eine Ansteckung von Mensch zu Mensch. Ebenso ist eine Infektion über kontaminierte Nahrungsmittel, so beispielsweise Obst, Salate oder Meeresfrüchte sowie verunreinigte Getränke möglich.

2017-10-16T09:38:16+00:00 16. Juni 2015|Ernährung, Gesundheit|