Mit der Klebeprothese beim Zahnersatz sparen

Das Thema Zahnersatz kann Jeden betreffen: Neben Erkrankungen des Zahnes und Zahnfleisches können z.B. auch Unfälle dafür verantwortlich sein, dass ein Zahnersatz benötigt wird. In der Regel geht Zahnersatz mit hohen Kosten einher, die lediglich anteilig von der Krankenkasse im Rahmen der Regelversorgung übernommen werden. Umso interessanter sind kostengünstige Lösungen wie die Klebeprothese, die ein erhebliches Einsparpotenzial bieten.

Kostengünstige Lösung im Frontzahnbereich

Dass Klebeprothesen (auch: Klebebrücke, Marylandbrücke oder Adhäsivbrücke) eine vergleichsweise günstige Versorgung ermöglichen, liegt einerseits an ihrer relativ günstigen Herstellung und andererseits am geringeren Behandlungsaufwand. Je nach Ausführung, Material und Kostenübernahme durch Krankenkassen können die Kosten stark variieren. In der Regel müssen Patienten mit einem Kostenanteil von rund 1.500 Euro rechnen.

Seit Juli 2016 gelten Adhäsivbrücken mit Metallgerüst im Frontzahnbereich als Kassenleistung. Konkret bedeutet das, dass die Kosten für die Klebebrücke für alle Versicherten von den Krankenkassen übernommen werden, sofern es sich um den Ersatz eines Zahnes im Frontzahnbereich handelt. Für Jugendliche und junge Erwachsene gilt eine Kostenübernahme für bis zu zwei Schneidezähne. Bis Juli 2016 kamen lediglich Kinder und Jugendliche im Alter von 14 bis 20 Jahren in den Genuss einer kostenlosen Klebeprothese.

Auf mögliche Zusatzkosten achten

Erhöhen können sich die Behandlungskosten, wenn mehr als ein Zahn ersetzt werden muss oder wenn die Zähne links und rechts der Zahnlücke zunächst einer Behandlung bedürfen. Diese vorbereitenden Behandlungen wie beispielsweise eine Karies- oder Parodontosebehandlung oder eine professionelle Zahnreinigung werden wie gewohnt abgerechnet und müssen ggf. anteilig aus eigener Tasche bezahlt werden. Da für eine Klebeprothese kein umfangreicher Beschliff der Nachbarzähne notwendig ist, muss z.B. auch eine auf Wunsch ausgeführte Anästhesie selbst bezahlt werden. Um die zusätzlichen Kosten beim Zahnersatz zu minimieren, bieten private Krankenversicherer unterschiedliche Tarife für eine Zahnzusatzversicherung an. Je nach Anbieter und Leistungsumfang werden die anfallenden Kosten für z.B. Zahnfüllungen, -reinigungen oder -prothesen bis zu 100 Prozent übernommen.

Worum es sich bei einer Klebeprothese handelt

Bei einer Klebeprothese wird der Zahnersatz im Rahmen einer minimalinvasiven Behandlung mittels eines Flügels an einem gesunden Pfeilerzahn festgeklebt. Dazu ist es notwendig, einen kleinen Teil des Zahnschmelzes abzutragen, um eine gute Haftung zwischen Zahnsubstanz und Kleber zu gewährleisten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Brücken bleibt der gesunde Pfeilerzahn jedoch weitgehend erhalten. Die Prothese hält etwa 10-15 Jahre und kommt besonders häufig bei Kindern und Jugendlichen zum Einsatz. Optisch ist die Klebeprothese fast unsichtbar und wird heutigen Anforderungen an ästhetisch hochwertige und ansprechende Lösungen gerecht.

2017-05-19T16:09:49+00:00 4. November 2016|Allgemein|