Es ist ein Schlag ins Gesicht für leidenschaftliche Kakaotrinker. Bei einem Test von 13 kakaohaltigen Getränkepulvern kam es für Nestlé Nesquik zum Totalausfall. Als einziges Kakao Getränkepulver schnitt das Unternehmen bei ÖKO-TEST mit „ungenügend“ ab. Und landete abgeschlagen auf dem letzten Platz des Tests. Der Grund hier ist unter anderem die starke Verunreinigung des Produktes mit Mineralöl.

Nestlé Nesquik mit meisten Abwertungen

ÖKO-TEST macht gleich mehrere Gründe für das schlechte Abschneiden von Nesquik verantwortlich. Neben dem stark erhöhten Mineralölgehalt und viel Zucker, werden auch zugesetzte Vitamine angeführt.

Dazu kommen laut ÖKO-TEST die „fragwürdigen Angaben auf der Verpackung“. Letztlich führte dies bei den Testern zu einem „mangelhaft“ beim Teilergebnis Inhaltsstoffe. Insgesamt wurden 13 kakaohaltige Getränkepulver getestet. Nur ein Produkt schnitt im Test mit „sehr gut“ ab. Sieben der getesteten Produkte schnitten mit „gut“ ab.

Gefahr durch MOSH für Organe

Wie ÖKO-TEST herausgefunden hat, ist Nestlé Nesquik stark verunreinigt mit Mineralölkohlenwasserstoffen, auch MOSH / POSH genannt. Im Tierversuch habe MOSH Organe beschädigt. Wie es zur starken Verunreinigung kam, können die Tester nicht komplett nachvollziehen. Es kann sein, dass die Rückstände des Mineralöls durch die Verpackung auf die Lebensmittel übertragen wurden. Eine weitere Möglichkeit sei, so ÖKO-TEST, dass die Kakaobohnen und der Zucker bereits während der Produktion z.B. mit Schmierölen in Kontakt kamen.

Nestlé weist die Testergebnisse als fragwürdig zurück und beruft sich auf das Argument, die Testmethoden seien nicht allgemein gültig und nachvollziehbar.

Zu viel Zucker in Kakao

Zwei bis drei gehäufte Teelöffel Nesquik empfiehlt Nestlé laut ÖKO-TEST für jedes Glas. Damit käme eine Pulverportion auf mehr als 7,5 Gramm Zucker. Das ist, so ÖKO-TEST, bereits mehr als die Hälfte der Menge an Zucker für dreijährige Kinder, die von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfohlen wird. Zudem setzt der Lebensmittelhersteller künstliche Vitamine zu. Das ist nach Angaben der Tester nicht nur „völlig überflüssig“, sondern könnte auch den Eindruck erwecken, dass es sich bei dem Kakaopulver um ein gesundes Lebensmittel handle. (vk)