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Mehr Prävention von Krankheit bei Arbeitslosigkeit

Wer länger arbeitslos ist, ist auch öfter krank. Das ist schon seit geraumer Zeit bekannt, doch bisher wurde nicht konkret dagegen vorgegangen. Neu ist deshalb die Initiative zur Gesunderhaltung bei Arbeitslosigkeit. Die Krankenkassen, 60 Jobcenter, Kommunen und Arbeitsagenturen starteten gemeinsam ein bundesweites Projekt, das sich mit krankheitsvorbeugenden Maßnahmen bei Menschen auf Arbeitssuche beschäftigt. Arbeitslose sollen lernen, sich mit ihrer bedrückenden Situation besser zurechtzufinden, um eher wieder in den Arbeitsmarkt einsteigen zu können.

Lange Arbeitslosigkeit macht häufig krank

Eine länger andauernde Arbeitslosigkeit führt häufig zu einem schlechteren Gesundheitszustand, zu mehr Krankheiten und zu einer sinkenden Lebensqualität. Dies ist aktuell beispielsweise durch den BKK-Gesundheitsreport 2016 bestätigt worden. Zwischen Arbeitslosigkeit und Krankheit existiert ein Kreislauf, der unterbrochen werden soll. Hierfür werden eine Vielzahl verschiedener Maßnahmen gestartet. Arbeitslose sollen besser in die bei den Krankenkassen vorhandenen Programme eingebunden werden, denn sie gehören zu einer der Personengruppen, bei denen die Präventionsmaßnahmen sonst eher selten greifen. Wer arbeitslos ist, kümmert sich demnach weniger um seine Gesundheit und nimmt seltener entsprechende Angebote wahr. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) stellt für die ersten 60 Maßnahmen vor Ort und die wissenschaftliche Untersuchung in den kommenden zwei Jahren mehr als acht Millionen Euro bereit. Die bundesweite Projektkoordination und Evaluation wird von der Bundeszentrale für gesund­heitliche Aufklärung (BZgA) übernommen.

Gute Gesundheit erleichtert Einstieg in Arbeit

Länger andauernde Arbeitslosigkeit ist ein nachweislicher Risikofaktor für die Gesundheit der Betroffenen: Sie bekommen mehr Medikamente verschrieben, sind öfter stationär in Behandlung und nutzen die Gesundheits-Angebote der Krankenkassen deutlich seltener. Das Problem ist, dass durch diese Auswirkungen eine erfolgreiche Re-Integration in den Arbeitsmarkt erschwert wird. Ein guter Gesundheitszustand ist eine wichtige Voraussetzung für die Rückkehr in den Arbeitsmarkt. Daher unterstützen die nun beginnenden Maßnahmen das Ziel, die Menschen wieder für den Arbeitsmarkt fit zu machen.

2017-10-28T10:05:48+00:00 13. Dezember 2016|Gesetzlich, Gesundheit, Vorsorge|