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MAP-Report analysiert Private Krankenversicherung: Das sind die Gewinner und Verlierer

Regelmäßig nimmt die Redaktion des Map-Report Private Krankenversicherungen (PKV) unter die Lupe. In der aktuellsten Ausgabe 903 ergibt die Bilanzanalyse, dass die PKV seit sechs Jahren durchgehend einen Nettorückgang bei den Vollversicherten zu verzeichnen hat. Gegenüber 2008 zeigt sich ein leichter Mitgliederzuwachs für die Branche. Die höchsten Zuwächse in absoluten Zahlen verzeichnet die Debeka, prozentual meldet die Mecklenburgische das größte Plus. Der größte Verlierer mit Blick auf die Entwicklung zwischen 2008 und 2017 ist die DKV  – sowohl prozentual als auch in absoluten Zahlen.

Verluste schwächen sich tendenziell ab

Das Minus des Verbandes der privaten Krankenversicherungen betrug im Vorjahr 0,2 Prozent. In absoluten Zahlen sind das 19.300 Personen weniger auf aktuell nur noch 8,753 Millionen Menschen mit privater Krankenversicherung. Der Map-Report stützt sich bei diesen und den folgenden Angaben auf die vorläufigen Zahlen für 2017. Der Rückgang liegt damit minimal über dem des Vorjahres – aber deutlich niedriger als die Verluste der beiden Messzeiträume 2016 und 2015. Die Zahlen verändern sich auch beim Blick auf einen anderen Beobachtungshorizont. Zwar ging die Zahl der Vollversicherten in der PKV seit 2011 um 223.000 Personen zurück. Die aktuelle Zehnjahresbilanz hingegen ergibt ein Plus von 114.000 Menschen.

Neun Millionen-Marke 2017 weit entfernt

Die Bestandsentwicklung der privaten Krankenvollversicherung zeigt Zuwächse und Verluste. Sie stieg ab 2008 von knapp 8,7 Millionen auf fast neun Millionen im Jahr 2011. Seitdem allerdings sinkt die Zahl der Versicherten beständig. Sie entwickelte sich über knapp 8,9 Millionen in 2013 und gut 8,7 Millionen in 2015 auf 8,753 Millionen für 2017. Richtet sich für diesen Zeitraum der Blick auf einzelne Gesellschaften, gibt es unter dem Strich mehr Gewinner als Verlierer: Zwei von drei Anbietern legten zu. Branchenprimus Debeka verzeichnete von 2008 bis 2017 über 290.000 Neuzugänge. Mit großem Abstand folgt auf Platz zwei die HanseMerkur mit über 130.000 Neuzugängen im gleichen Zeitraum: Im Vergleich zum Marktführer ist das nicht einmal die Hälfte. Größter Verlierer bei den Vollversicherungen zwischen 2008 und 2017 ist die Debeka mit 160.000 Kunden weniger. Es folgt die Central mit über 130.000 minus.

Verluste vs. Verdoppelungen an PKV-Versicherten

Bei der prozentualen Betrachtung der Veränderungen führt im Zeitraum von 2008 bis 2017 die Mecklenburgische. Sie konnte ihren Bestand an Versicherten in der privaten Krankenvollversicherung mit über 132 Prozent mehr als verdoppeln. Ähnlich erging es der HanseMerkur im besagten Zeitraum mit einer Steigerung um 110 Prozent. In der gleichen Zeit verloren die Central fast 29 Prozent und die Pax Familienfürsorge über 22 Prozent ihrer Versicherten. In der Liste der Anbieter von privaten Krankenvollversicherungen macht die HanseMerkur in der Zehnjahressicht den größten Sprung und landet von ehemals Platz 17 auf Platz 11 im Jahr 2017. (kt)

2018-09-12T10:18:07+00:0022. August 2018|Gesetzlich, Gesundheit, Testberichte, Versicherung|