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Lebererkrankungen bei Kindern: Appetitlosigkeit kann Warnzeichen sein

Auch Kinder können an der Leber erkranken. Die Deutsche Leberstiftung weist in einer Pressemitteilung auf die Besonderheit der Symptome für Lebererkrankungen speziell bei Kindern hin. Laut der Stiftung ist eine frühzeitige Diagnose für eine erfolgreiche Therapie entscheidend. Selbst unspezifische Symptome müssen deshalb ernst genommen werden.

Diagnose bei Kindern erschwert

Die Deutsche Leberstiftung widmet sich im Rahmen einer aktuellen Pressemitteilung speziell der Gefahr von möglichen Lebererkrankungen bei Kindern. Die Verläufe der Krankheiten können den von Erwachsenen zwar ähneln, jedoch auch leichter oder schwerer ausfallen, heißt es. Eine Diagnose von Lebererkrankungen bei Kindern sei laut der Stiftung erschwert, denn die Betroffenen kleinen Patienten hätten oftmals kaum Beschwerden oder zeigen nur unspezifische Symptome. Aus diesem Grund sollten der Mitteilung der Deutschen Leberstiftung zufolge selbst leichte Symptome ärztlich untersucht werden.

Mögliche Symptome einer Lebererkrankung

Die Leber ist das zentrale Stoffwechselorgan. Ihre Gesundheit muss auch für die Funktion weiterer Organe unbedingt gewährleistet sein. Laut der angeführten Stiftungsmitteilung sollten bei Kindern Symptome wie etwa eine Gelbfärbung der Haut, Wachstumsstörungen oder Müdigkeit und Appetitlosigkeit (über einen längeren Zeitraum) unbedingt von einem Arzt begutachtet werden. Hinter diesen Symptomen könnte auch eine Erkrankung der Leber stecken. Der Verein Lebertransplantierte Deutschland e.V. nennt als weiteres wichtiges Symptom Juckreiz, der gerade bei Störungen der Gallesekretion beziehungsweise des Galleflusses auftreten könne.

Als häufige Erkrankungen bei Patienten im Kindesalter nennt die Deutsche Leberstiftung Gallengangsatresie, Stoffwechselerkrankungen oder Autoimmunerkrankungen. Eine frühe Diagnose sei wichtig, denn bei unbehandelten Erkrankungen bestehe die Gefahr, dass diese chronisch werden, es zu einer Lebervernarbung kommt und eine Lebertransplantation unausweichlich wird.

Genaue Untersuchungen als Basis für Transplantation

Die Diagnose der Lebererkrankungen sei, so die Stiftung weiter, bei Kindern deshalb erschwert, weil die typische Gelbfärbung der Haut nicht unbedingt auftreten müsse. Aus diesem Grund müssten die anderen Symptome umso ernster genommen werden, heißt es. Ein Ultraschall, Blutuntersuchungen sowie eine Leberbiopsie können dem Verein Lebertransplantierte Deutschland e.V. zufolge dann eindeutige Ergebnisse liefern. Erst anschließend könne man über eine mögliche Lebertransplantation entscheiden.

Lebertransplantation bei Kindern

Bei Kindern werden für Lebertransplantate meist die linken Leberlappen verwendet. Das Transplantat darf auf keinen Fall zu groß oder auch zu klein sein, da es mitwächst. Wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation berichtete, kam es im Jahr 2014 in Deutschland zu 879 Lebertransplantationen nach postmortaler Organspende sowie 58 Transplantationen nach einer Lebendspende.

Informationsspezial: Weiterführende Informationen zur Organspende

2017-10-18T15:34:18+00:00 22. September 2015|Ernährung, Gesundheit, Vorsorge|