/, Versicherung, Vorsorge/Krankenzusatzversicherung – steuerfreier Bonus vom Chef?

Krankenzusatzversicherung – steuerfreier Bonus vom Chef?

Die Krankenzusatzversicherung als steuerfreies Extra vom Chef? Das hört sich erstmal richtig gut an. Das steuerfreie Gehaltsextra ist ein neues Bonbon, mit dem ein Unternehmen seine Mitarbeiter an sich binden kann. Auch im Vorstellungs­gespräch kann das ein attraktiver Zusatzpunkt für Bewerber sein. Bisher galten Krankenzusatzversicherungen, die der Arbeitgeber für seine Mitarbeiter abge­schlossen hat, als steuerpflichtige Lohnzusatzleistungen. Doch ein Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 07. Juni 2018 (Az. VI R 13/16), hat nun Verbesserungen für den Bereich der betrieblich abge­schlossenen Krankenzusatzversicherungen gebracht.

Voraussetzung für steuerfreien Bonus

Eine Krankenzusatzversicherung kann als steuerfreies Gehaltsextra abgeschlossen werden, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Die Versicherung gilt nämlich nur als Sachlohn, wenn das Unternehmen diese für den Mitarbeiter abschließt und dann auch direkt an die Versicherung zahlt. Der Mitarbeiter soll schließlich von der Versicherungsleistung profitieren und nicht von einem Zuschuss. Erhält der Angestellte einen Zuschuss für die Krankenzusatzversicherung, zählt dieser als steuerpflichtiger Posten, auch wenn der Arbeitgeber ein bestimmtes Versicherungsunternehmen empfohlen hat.

Bei Sachlohn-Leistungen auf Gesamtsumme achten!

Weitere attraktive Sachlöhne können beispielsweise Tank-, Bücher- oder Warengutscheine sein. Um in den Genuss der Steuerfreiheit zu kommen, darf die Summe aller Sachleistungen nicht mehr als 44 Euro im Monat betragen. Kommt am Ende ein monatlicher Betrag von z.B. 45 Euro an Sachleistungen heraus, wird dadurch die komplette Steuerfreiheit gekippt. Dann fallen für alle Sachleistungen Steuern an, nicht nur für den einen Euro, der den monatlichen Betrag überschreitet.

Was kann eine private Krankenzusatzversicherung?

Mit einem erweiterten Gesundheitsschutz durch eine private Kranken­zusatz­versicherung lässt sich die gesetzliche Krankenversicherung stark aufbessern. Deren Leistungskatalog ist begrenzt. Wer sich eine Behandlung wie als Privatpatient wünscht, kann verschiedene Versicherungsmodule wählen. Bei einem Krankenhaus­aufenthalt kann man bespielsweise die Ruhe in einem Ein- oder Zweibettzimmer genießen, sich vom Chefarzt behandeln lassen oder die Zuzahlung pro Kalendertag einsparen. Auch die Zuzahlungen für Zahnersatz oder Behandlungen beim Zahnarzt lassen sich mit einer Zahnzusatzversicherung auf ein Minimum reduzieren. Mit dem richtigen Tarif kann die Lücke sogar ganz geschlossen werden. (jw)

Von |2018-11-22T15:23:46+00:0022. November 2018|Recht, Versicherung, Vorsorge|