Bisher ging man davon aus, dass Kinder kaum Symptome bei einer Coronainfektion zeigen. Aktuell kommt es zu immer mehr Fällen, in denen Kinder aus noch nicht geklärter Ursache unter einer Gefäßerkrankung leiden. Vor allem unter Experten ist diese bekannt als “Kawasaki-Syndrom”. Völlig unklar ist dabei derzeit noch, ob es einen Zusammenhang zum momentan vorherrschenden Coronavirus gibt.

Was ist das Kawasaki-Syndrom?

Vereinfacht erklärt handelt es sich bei dem Kawasaki-Syndrom um eine Gefäßerkrankung, deren Ursache noch nicht bekannt ist. Die Arterien entzünden sich und bleibt eine Behandlung aus, dann kann die Erkrankung zum Tode führen. Jetzt wurde festgestellt, dass bei manchen Kindern mit Coronavirus ebenfalls eine Erkrankung mit dem Kawasaki-Syndrom vorhanden ist.

Kawasaki-Syndrom: Das sind die Symptome

Das Syndrom selbst ist dafür bekannt, beim menschlichen Immunsystem eine Form von Überreaktion auszulösen, wenn es beispielsweise zu einer Infektion mit Viren oder Bakterien kommt. So kommen auch diverse harmlosere Coronaviren als Auslöser infrage. In Einzelfällen kommt es durch die Infektion zu einer viel zu starken Reaktion des Immunsystems. Die folgenden Symptome können auf eine Erkrankung mit dem Kawasaki-Syndrom hinweisen:

  • 5 Tage oder länger andauerndes hohes Fieber
  • Schwellungen, starke Rötungen in der Mundhöhle
  • “Erdbeerzunge” und rissige Lippen
  • Nicht juckender Ausschlag
  • Hände und Füße sind angeschwollen oder gerötet
  • Haut an Zehen und Fingern pellt sich nach ca. 2-3 Wochen
  • geschwollene Lymphknoten am Hals
  • gerötete Augen durch trockene Bindehautentzündung

Wichtig ist es, das erkrankte Kind von einem Arzt untersuchen zu lassen und den Krankheitsverlauf zu beobachten. Wenn nicht alle Symptome zutreffen, kann es sich unter Umständen auch um einen gewöhnlichen Infekt handeln.

Wie gefährdet sind unsere Kinder jetzt?

Eltern haben neben der Angst einer Infektion durch das Coronavirus nun auch noch Sorgen wegen dem Kawasaki-Syndrom. Doch Mediziner versuchen, Entwarnung zu geben. In Deutschland sind bisher eine Handvoll Kinder betroffen, europaweit gibt es laut EU-Seuchenschutzbehörde ECDC aktuell ca. 230 mögliche Fälle. Das Syndrom könnte durchaus gefährlich werden, da die Entzündung auch die Herzgefäße befallen kann. Allerdings ist die Erkrankung sehr gut behandelbar, insofern sie früh genug erkannt wird.

Impfpflicht gegen Coronavirus geplant?

Schon ohne eine Verbindung zum Kawasaki-Syndrom wurde die Möglichkeit einer Impfpflicht gegen des Coronavirus heiß diskutiert. Dabei gibt es derzeit weder einen Impfstoff, noch strebt die Regierung die Einführung einer solchen Impfpflicht an. Auch das Robert-Koch-Institut lehnt aktuell eine Verpflichtung zur Impfung ab. Man gehe einfach davon aus, dass die Deutschen selber klug genug seien, um ihre eigene Gesundheit mit vorhandenen Möglichkeiten zu fördern.