Junge Deutsche priorisieren Spaß im Leben statt Gesundheit

Jedes Jahr aufs Neue nehmen sich viele Menschen die immer gleichen Dinge vor. Dabei geht es häufig darum, mehr Sport zu treiben, weniger Alkohol zu trinken oder auch sich gesünder zu ernähren. Meist verhält es sich allerdings so, dass der Elan sein Verhalten zu ändern, oft schon in der Winterkälte des Januar erstarrt. Offenbar gilt dies vor allem für junge Menschen. Denn wie Umfragen zeigen, ist ihnen Spaß im Leben in aller Regel wichtiger als die eigene Gesundheit. Entsprechend werden die guten Vorsätze spätestens dann kurzentschlossen über Bord geworfen, wenn die ersten Partys des neuen Jahres anstehen.

Klare Zahlen für mehr Spaß im Leben

Für die repräsentative Studie mit dem Titel „Zukunft Gesundheit 2016“ (PDF) wurden insgesamt 1.000 junge Menschen im Alter zwischen 14 und 34 Jahren befragt. Beauftragt durch die Schwenninger Krankenkasse in Kooperation mit der Stiftung „Die Gesundarbeiter“, sollte sie die Einstellung zum Thema Gesundheitsbewusstsein junger Leute hinterfragen. Darin gaben zwar 87 Prozent der Befragten an, gerne mehr Sport treiben zu wollen und 84 Prozent hatten das Ziel, sich gesünder zu ernähren. In Sachen Gesundheitsvorsorge äußerten sich andererseits 56 Prozent, dass dieser Aspekt noch kein persönliches Thema sei. Von den Veränderungen der Lebensgewohnheiten versprechen sich die meisten eher eine Abnahme des aktuellen Gewichts als den langfristigen Erhalt der eigenen Gesundheit. Auch dies lässt sich durch Zahlen belegen, da sich 55 Prozent aller Befragten für zu dick halten – bei den weiblichen Befragten lag dieser Anteil sogar bei 69 Prozent.

Die gesundheitliche Aufklärung weiter verbessern

Das Ergebnis der Studie zeigt, dass ein Bemühen um ein gesundes Leben gerade bei Jüngeren nur in Teilen verankert ist. Die Angaben zu Sport und gesunder Ernährung weisen nach, dass ein generelles Problembewusstsein durchaus vorhanden ist, dass aber die praktischen Konsequenzen aus diesen Erkenntnissen gerade von der jüngeren Generation gerne in die Zukunft verschoben werden. Für 42 Prozent geht es im Leben vor allem darum, Spaß zu haben. Insofern wird es künftig vor allem darum gehen aufzuzeigen, dass sich Spaß und Gesundheit nicht ausschließen müssen und die gesundheitliche Aufklärung weiter verbessert sollte. Außerdem ist eine breitere Wissensbasis im Hinblick auf die auch schon in jungen Jahren wichtigen Formen der Gesundheitsvorsorge notwendig.

2017-05-19T16:09:39+00:00 23. Januar 2017|Allgemein|