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Ist der Kassenbon gefährlich für die Gesundheit?

Jeder, der einkaufen geht, produziert mit seinem Einkauf gleichzeitig einen Kassenbon. Nicht jeder Käufer legt Wert darauf, ihn auch mitzunehmen, daher landen viele Belege im Müll. Die Menschen, die ihre Quittung mitnehmen, sollten sich einmal mehr überlegen, ob ihnen dieses Stück Papier wirklich so wichtig ist. Denn es steht nun massiv in der Kritik, weil es mit einem hohen gesundheitlichen Risiko behaftet sein soll. Dabei spielt auch die Häufigkeit des Kontaktes eine Rolle.

Was ist ein Kassenbon?

Beim Einkauf im Supermarkt, Discountern oder anderen Geschäften werden die gekauften Artikel meistens mit einem Barcodescanner eingelesen. In kleineren Geschäften wie Tabakladen, Lottoladen oder Kiosk gibt der Kassierer die einzelnen Beträge per Hand in die Kasse ein. Am Ende eines Einkaufs werden die Artikel und Beträge zusammengerechnet und der Kunde erhält den Gesamtbetrag. Zahlt er mit Bargeld, gibt der Verkäufer den überreichten Betrag ebenfalls in die Kasse ein und diese berechnet meistens automatisch das Rückgeld. Zudem berechnet die Kasse automatisch die Steuern. Die Gesamtauflistung druckt der Kassierer am Ende aus und händigt dem Kunden einen Beleg darüber aus. Dies ist der Kassenbon, der auch als Kassenzettel, Kaufbeleg oder Quittung bezeichnet wird.

Warum ist ein Kassenbeleg gesundheitsschädigend?

Natürlich ist der Kassenbon nicht so gefährlich, dass man beim Anfassen sofort eine Erkrankung zu befürchten hat. Allerdings enthalten die meisten Kassenbelege chemikalische Verbindungen, die gesundheitsschädigend sein können. Beim Druckvorgang wird mit einer normalen Farbpatrone der Kaufvorgang auf Papier gedruckt. Und hier liegt auch das Gesundheitsrisiko verborgen: Meistens besteht der Kassenzettel aus Thermopapier. Der Vorteil dabei ist, dass die Kassenbelege gut lesbar sind und nicht verwischen. Nachteilig sind die enthaltenen Chemikalien, die schädlich für unsere Gesundheit sein können. Im Thermopapier sind die Stoffe Bisphenol A (BPA) oder Bisphenol S (BPS) enthalten. Dies sind Hormongifte, die der Gesundheit von Menschen möglicherweise schaden.

Wie wirken sich BPA und BPS aus?

Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit werden die Hormongifte BPA und BPS über die Nahrung und über den Kontakt mit der Haut mit bedruckten Thermopapieren aufgenommen. Beim Druckvorgang bilden sich diese Gifte und Rückstände davon verbleiben auf dem Papier. Durch den Hautkontakt, der beim Anfassen des Kassenbons entsteht, wirken BPA und BPS östrogenähnlich. Diese Chemikalien gelten als gefährliche Mitauslöser für Krebsarten wie Prostata-, Hoden- und Brustkrebs. Weiterhin fördern sie die Entwicklung von Diabetes Typ 2, Übergewicht und eine Fehlbildung der Geschlechtsorgane. Mitarbeiter des Umweltverbandes BUND warnen davor, dass bereits geringe Mengen hormoneller Schadstoffe schädliche Auswirkungen haben können und daher beispielsweise eine Festsetzung eines Grenzwertes unsinnig sei. (kt)

2018-07-24T10:50:31+00:0023. Juli 2018|Gesetzlich, Gesundheit, Politik|