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Im Herbst an den Grippeschutz denken

Nasskaltes Herbstwetter bietet den besten Nährboden für Erkältungskrankheiten. Husten und Schnupfen sind lästig, aber nicht bedrohlich. Eine echte Virusgrippe, medizinisch auch Influenza genannt, kann dagegen für Risikopersonen lebensbedrohlich sein. Eine rechtzeitige Impfung bietet einen sehr guten Schutz, wenn auch keine hundertprozentige Sicherheit.

Impfung besonders für Risikogruppen

Wissenschaftlich fundierte Impf-Empfehlungen gibt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut, Berlin. Die Experten empfehlen die Grippeschutzimpfung für Menschen ab 60 Jahren, mit schwachem Immunsystem und chronischen Krankheiten wie Diabetes oder COPD. Auch bei Säuglingen und Kleinkindern besteht ein hohes Risiko von Komplikationen bei einer Grippe-Erkrankung, so dass die Impfung sinnvoll ist. In der Schwangerschaft raten die Ärzte zur Grippeschutzimpfung ab dem dritten Monat. Studien im Ausland haben gezeigt, dass Kinder von geimpften Schwangeren deutlich seltener wegen Grippe zum Arzt mussten.

Kaum bekannte Nebenwirkungen

Für gesunde Jugendliche und Erwachsene unter 60 Jahren wird der Grippeschutz nur empfohlen, wenn besondere Ansteckungsrisiken bestehen, zum Beispiel bei Berufen mit Publikumskontakt. Daraus darf man aber nicht schließen, dass die STIKO von der Impfung abrät. Im Gegenteil – wer nicht gerade unter einer Allergie gegen Bestandteile des Impfstoffs leidet, macht mit der Impfung nichts verkehrt. Gravierende Nebenwirkungen sind äußerst selten, und es ist auch nicht sicher, dass überhaupt ein Zusammenhang mit der Impfung besteht. Leichte Erkältungssymptome oder Schmerzen an der Einstichstelle klingen nach spätestens ein bis zwei Tagen ab. Lediglich bei einer bestehenden Erkältung sollte man den Körper nicht zusätzlich mit dem Impfstoff belasten und mit der Impfung ein wenig warten, bis die Krankheit abgeklungen ist.

Impfung selbst im Januar noch sinnvoll

Der Herbst ist die beste Zeit für die Impfung. Nach ein bis zwei Wochen hat der Impfstoff seine Wirkung entfaltet. Anders als die harmlosen Erkältungen treten große Grippewellen meist erst ab Januar oder Februar auf. Wenn man seinen Impftermin verpasst hat, zum Beispiel wegen einer bestehenden Erkältung, hat es also durchaus Sinn, die Impfung noch nachzuholen. Auch im Januar ist es dafür nicht zu spät, und der Schutz ist noch sehr frisch. Die Impfung muss jedes Jahr erneuert werden. Zum einen lässt die Wirkung im Laufe der Zeit nach, zum anderen sind immer neue Grippeviren im Umlauf, so dass der Impfstoff immer wieder anders zusammengesetzt werden muss.

Trotzdem Hände waschen

Trotz Impfung sind ein paar Vorsichtsmaßnahmen gut, denn sie helfen auch gegen jede gewöhnliche Erkältung. Gründliches Händewaschen, kein Herumhantieren mit den Händen im Gesicht und auch der Verzicht auf eine Begrüßung per Handschlag vermeiden schon viele typische Ansteckungsgefahren.

2017-12-06T11:00:39+00:00 21. Oktober 2016|Gesundheit, Versicherung, Vorsorge|