Wenn der wohlverdiente Urlaub ansteht, denkt der Mensch verständlicherweise zuerst an die schönen Dinge wie Sonne, Strand und Meer. Doch auch der Koffer will rechtzeitig und vor allem verantwortungsbewusst gepackt werden. Neben notwendigen Medikamenten, Sonnenschutz und einem kleinen Erste-Hilfe-Kit, gehört auf jeden Fall auch eine Krankenversicherung für den Auslandsaufenthalt mit ins Gepäck.

Schutz vor hohen Kosten

In den meisten Fällen verlebt man natürlich einen unvergesslichen Urlaub, ohne Zwischenfälle. Falls aber doch etwas passiert, kann sich die verletzte Person auf die lückenlose Rundumversorgung einer Auslandskrankenversicherung verlassen. Die meisten Menschen setzen sich erst dann mit dem Kleingedruckten ihrer Kranken­ver­sicherung auseinander, wenn bereits etwas passiert ist. Ein fataler Fehler, denn die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) übernimmt z.B. ausschließlich medizinische Kosten, die in europäischen Mitgliedsländern, der Schweiz oder anderen Ländern entstehen, in denen das Sozialversicherungsabkommen greift. Allerdings heißt dies noch lange nicht, dass man die gleichen Kosten erstattet bekommt, die auch in Deutschland angefallen wären. Hier ist das medizinische Niveau des Reiselandes das Maß aller Dinge.

Eine zusätzliche Versorgung, die in Deutschland zum medizinischen Standard gehören würde, muss der Versicherte dann aus eigener Tasche bezahlen. Ganz zu Schweigen davon, wenn man im Ausland im Krankenhaus landet. Dort bleibt der Versicherte im Notfall möglicherweise komplett auf den Arzt- bzw. Kranken­haus­kosten sitzen. Des Weiteren sollte man darauf achten, ob man privatärztlich behandelt wird, denn auch diese Leistungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt. Die Auslandskrankenversicherung schützt in diesen Fällen vor unerwartet hohen Kosten.

Kosten für Rücktransport absichern

Wer eine private Auslandskrankenversicherung abschließen möchte, sollte unbedingt darauf achten, dass auch der Rücktransport nach Deutschland mit abgedeckt ist. Bei schweren Erkrankungen oder Unfällen, übernimmt der Versicherer die Kosten für den Transport in ein heimisches Krankenhaus. Ist diese Leistung laut Vertrag nicht mit inbegriffen, müsste man die Kosten selbst tragen oder sich bis zur Genesung weiter im Urlaubsland behandeln lassen. Die meisten Versicherer übernehmen den Transport in die Heimat in „medizinisch notwendigen“ Fällen. Es gibt jedoch Anbieter, die übernehmen die Kosten auch, wenn es nicht zwingend erforderlich, aber medizinisch vertretbar und sinnvoll ist. Die deutsche gesetzliche Kranken­ver­sicherung kommt nicht für den Transport in die Heimat auf.

Vor dem Urlaub Versicherungsschutz prüfen

Urlauber, die eine private Krankenversicherung (PKV) haben, müssen in ihrem Vertrag nachschauen, welche Leistungen übernommen werden. In der PKV und in der GKV besteht die Möglichkeit, dass der Auslandskrankenschutz nur in bestimmten Fällen greift. Ist der Versicherungsschutz nicht absolut wasserdicht, empfiehlt es sich, auf jeden Fall noch eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung abzu­schließen. Dies nimmt nicht viel Zeit in Anspruch und schützt vor unvor­her­sehbaren Zwischenfällen, die den Traumurlaub ganz schnell in einen Albtraum verwandeln könnten.