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Hoffnung für MS Patienten: Hanf als vielversprechende Therapie ?

Wer bei Hanf nur an eine gefährliche Droge denkt, liegt nicht immer richtig. Auch wenn die medizinische Forschung die Wirkung der einzelnen Pflanzenextrakte noch nicht ausreichend nachweisen konnte, sind sich viele Multiple Sklerose (MS) Patienten einig: Das Öl, dass aus der Hanfpflanze gewonnen wird, kann bei einer Erkrankung an Multipler Sklerose angstlösend, beruhigend und schmerzlindernd zugleich wirken.

CBD-Öl trifft auch bei Ärzten auf Zustimmung

Die Hanfpflanze, auch unter dem Namen Cannabis bekannt, gehört nicht zu den klassischen Medikationen der Schulmedizin. Dennoch sind immer mehr Ärzte von der positiven Wirkweise von Cannabidiol (CBD) überzeugt. Dabei beschränken sie sich nicht auf die Überzeugung, dass CBD eine entkrampfende Wirkung bei Multipler Sklerose zeigt. Viele Ärzte sind der Meinung, dass dieses letztendlich natürliche Präparat bei den unterschiedlichsten Erkrankungen Linderung bringen kann.

Übernehmen Krankenkassen die Kosten für Behandlung mit CBD?

Obwohl die dem Hanf zugeschriebenen Eigenschaften bisher nur teilweise durch Studien verifiziert wurden, zeigen sich inzwischen etliche Krankenkassen bereit, die Kosten für eine Behandlung mit CBD zu übernehmen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Krankheit ein Stadium erreicht hat, in dem die üblichen konservativen Therapien ausgereizt wurden und diese keine Besserung brachten. Außerdem muss Aussicht auf eine erfolgreiche Behandlung mit dem Wirkstoff Cannabidiol gegeben sein. So ist es nicht verwunderlich, dass immer öfter Betroffene hoffen, von den neuen Regelungen zu profitieren.

Was kann Cannabidiol?

Glaubt man den Erfahrungsberichten von Menschen, die an der unheilbaren Krankheit Multiple Sklerose leiden, so entspannt CBD die Muskulatur, hemmt Entzündungen und schützt Nervenzellen. Das Öl der Cannabispflanze soll sich zum Beispiel positiv auf die häufig bei MS Erkrankungen auftretende Müdigkeit, oft auch als Fatigue bezeichnet, auswirken. Denn die ständige Müdigkeit, der  diese Patienten ausgesetzt sind, hat fatale Konsequenzen: An MS Erkrankte berichten von mangelndem Antrieb und schwindendem Lebensmut. Fatigue gilt daher auch als Hauptursache für Depressionen, an denen rund 80 Prozent der MS-Patienten leiden. Wird das Hanf-Öl regelmäßig über einen längeren Zeitraum eingenommen, soll es sowohl eine beruhigende, als auch eine aufmunternde Wirkung zeigen, ohne dabei einen Rauschzustand zu erzeugen.

Weniger Schmerzen dank Cannabis

Was viele nicht wissen: Das aus Hanf extrahierte Cannabidiol enthält kein THC – der Stoff, der für die berauschende Wirkung beim Genuss von Cannabis sorgt. Damit stehen die Chancen, dass das „Wundermittel“ bald verschreibungspflichtig werden könnte, relativ gut.
Das Nervensystem des Menschen verfügt über das sogenannte Endocannabidiol-System, das zum Beispiel an der Bewegungssteuerung und auch der Informationsverarbeitung beteiligt ist. Bei einer Erkrankung an Multipler Sklerose wird die Kommunikation der Nerven untereinander durch Entzündungsherde gestört. Die Nervenkrankheit führt dazu, dass letztendlich schmerzhafte Spastiken entstehen. Die chronischen Schmerzen bewirken, dass die an MS Leidenden kaum eine Nacht ruhig schlafen können. Cannabidiol wirkt direkt im menschlichen Nervensystem. Es beruhigt und löst Krämpfe, bzw. lindert deren Häufigkeit und Intensität.

Hoffnungsträger CBD

Bis vor kurzem galt das vielversprechende CBD-Öl lediglich als Nahrungsergänzungsmittel. Ein erster Fortschritt zeichnete sich durch die Eintragung von Hanf im Deutschen Arzneimittelbuch ab, der im Oktober 2017 erfolgte. Nebenwirkungen sind bis dato nicht bekannt. Dies liegt aber auch daran, dass es noch keine umfassenden randomisierten Konntrollstudien gibt. Viele MS Erkrankte warten sehnsüchtig auf eine Schmerztherapie mit CBD und damit verbunden eine Linderung ihrer Schmerzen. Das größere Problem sei aber der daraus resultierende mangelnde Lebensmut und dass man dazu neige, sich von anderen Menschen zurückziehen. CBD könnte ein Teil der Lösung sein.

Von |2018-09-28T09:44:20+00:0019. September 2018|Gesetzlich, Gesundheit, Politik|