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Grippewelle breitet sich in ganz Deutschland aus

Die aktuelle Grippewelle hat weite Teile Deutschlands fest im Griff. Dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge hat die Ausbreitung des Grippevirus in dieser Saison früher begonnen. Schon jetzt ist ein starker Verlauf erkennbar. Vor allem für ältere Menschen und chronisch kranke Personen besteht ein erhöhtes Infektions- und Komplikationspotenzial.

Rasante Ausbreitung des Virus

Wie das Robert-Koch-Institut bestätigt, hat das aktuelle Influenzavirus AH3N2 bereits 85 Todesopfer gefordert. Ganze 92 Prozent der Verstorbenen ist der Gruppe der Senioren (über 59-Jährige) zuzurechnen. Offiziell liegt die Zahl der labordiagnostisch bestätigten Grippefälle bundesweit bei 27.000. Es kann davon ausgegangen werden, dass nicht jeder Fall gemeldet wird, die Zahl faktisch also höher liegt. Das Robert-Koch-Institut schätzt diese Zahl als relativ hoch ein und verweist darauf, dass eine Abschwächung der Erkrankungswelle bislang nicht in Sicht ist. Im Gegenteil, die Fallzahlen steigen weiter. Besonders stark betroffen ist die südliche Hälfte von Deutschland entlang der Linie Sachsen, Thüringen, Südhessen und Rheinland/Pfalz sowie Nordrhein-Westfalen.

Schwerer Krankheitsverlauf: Grippe nicht zu unterschätzen

Sowohl Ärzte als auch Mitarbeiter des RKI warnen davor, die Grippe zu unterschätzen. Anders als ein grippaler Infekt verläuft die Grippe erheblich schwerer und wird oftmals von Fieber, starker Abgeschlagenheit und Gliederschmerzen begleitet. Der aktuell kursierende Virusstamm ist bekannt dafür, vor allem bei älteren Erkrankten zu Komplikationen zu führen. Sie sollten sich vorsorglich an ihren Hausarzt wenden, um mögliche Schutz- und Vorbeugemaßnahmen zu besprechen. Schwere Krankheitsfälle müssen ggf. im Krankenhaus behandelt werden. Wie stark die aktuelle Grippewelle ist, zeigt sich u.a. darin, dass im sächsischen Görlitz jetzt das erste Krankenhaus Patienten abweisen musste, um weitere Infektionen zu vermeiden.

Sinnvoll vorbeugen: Schutzimpfung und Hygienemaßnahmen

Obwohl bereits weite Teile Deutschlands von der Grippewelle betroffen sind, raten Experten auch jetzt noch zu einer Schutzimpfung. Der Aufbau eines wirksamen Schutzes dauert etwa 14 Tage und ist vor allem für ältere und chronisch kranke Personen sowie Personen mit viel Publikumsverkehr empfehlenswert. Zusätzlich raten Ärzte und Infektionsexperten zu verstärkten Hygienemaßnahmen. Das heißt konkret: Betroffene sollten Einwegtaschentücher benutzen und sie sofort danach entsorgen. Des Weiteren sollten sie darauf achten, die Person gegenüber nicht direkt anzuhusten oder anzuniesen. Wer noch nicht infiziert ist, sollte häufig und gründlich die Hände waschen und größere Menschenansammlungen nach Möglichkeit meiden.

2017-10-16T11:53:06+00:00 20. Februar 2017|Gesundheit, Vorsorge|