/, Vorsorge/Grippesaison 2017/2018 – Ältere sollten vorbeugen

Grippesaison 2017/2018 – Ältere sollten vorbeugen

Dass mit dem Winterbeginn der Startschuss für eine alljährliche Erkrankungswelle abgegeben wird, ist weder eine vollkommen neue Erkenntnis, noch unvermeidbarer Zustand für alle Betroffenen. Vermutlich mit dem Jahreswechsel 2017/2018 wird sie also wieder umgehen – die Grippewelle. Dennoch ist sie bereits aktuell bei vielen Ärzten und medizinischen Institutionen ein Thema.

Ältere Menschen als Risikogruppe

Gerade ältere Menschen sind anfällig für den Influenza-Virus, häufig funktioniert ihr Immunsystem nicht mehr zuverlässig. Die Arbeitsgruppe Influenza des Robert Koch-Instituts (RKI) zieht in ihrem kürzlich veröffentlichten Bericht zur Grippesaison des vergangenen Jahres eine Bilanz, die zukünftige Handlungsmöglichkeiten nahelegt. Bei den 6 Millionen zusätzlichen Arztbesuchen und rund 30.000 stationären Einweisungen in Krankenhäuser aufgrund eines grippalen Infekts waren ältere Menschen demzufolge überproportional vertreten und bilden damit auch für das kommende Jahr eine ernst zunehmende Risikogruppe.

Kälte und Trockenheit fördern Grippevirus

Grippeerkrankungen treten in der Regel epidemisch auf, variieren aber stark im Verlauf ihrer Schwere. Epidemiologische Forschungsorganisationen, wie beispielsweise die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS), untersuchen diesbezüglich unter anderem die Zusammenhänge zwischen körperlichen und sozialen Bedingungen, die zu einer möglichen Begünstigung einer epidemischen Ausbreitung von Viruserkrankungen führen können. Entsprechenden Erkenntnissen zufolge spielen wohl durchaus die kalten und trockenen Wetterbedingungen (siehe Video, 5:12 min) bei der Verbreitung des Influenza-Virus eine Rolle, als auch die vermehrte Zusammenkunft von Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Epidemiologen empfehlen gründliches Händewaschen

Gemeinsam mit Verbänden wie der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi) und der Deutschen Gesellschaft für Public Health e.V. (DGPH) untersucht die GMDS unter anderem, welche präventiven Maßnahmen Erfolg versprechend sind. Die Empfehlung und Anwendung solcher Handlungen kann zu einem besseren Schutz der Bevölkerung beitragen. RKI-Präsident Professor Lothar H. Wieler rät Ärzte in diesem Sinne an, ihre Patienten verstärkt auf die Bedeutsamkeit einer gründlichen Händehygiene hinzuweisen, insbesondere nach Kontakt mit Menschen, die möglicherweise unter einer Atemwegserkrankungen leiden oder andere Symptome einer Influenza-Infektion aufweisen.

Wirksamster Schutz – Die Grippeimpfung

Noch wichtiger ist es allerdings, die zahlreichen Angebote einer Impfung gegen Grippe wahrzunehmen. Gerade Risikogruppen dürften von dieser Option ungemein profitieren. In der vergangenen Grippesaison konnte die besonders stark betroffene Bevölkerungsgruppe mit fortgeschrittenem Alter nur eine Impfquote von 35% vorweisen. Sollte die Quote für das laufende Jahr höher ausfallen, sind auch entsprechend niedrigere Infektionszahlen bei dieser Gruppe für die kommende Grippewelle zu erwarten. Diesbezüglich wurden bereits Vorbereitungen unternommen – momentan stehen deutschlandweit etwa 17 Millionen Impfdosen bereit, um Interessenten vorbeugend zu immunisieren. Auch wenn sich der Schutz einer Grippeimpfung nicht bei jedem Impfling entfaltet, gilt sie noch immer als die wirksamste Methode, einer Infektion vorzubeugen und empfiehlt sich damit auch für ältere Menschen.

2017-10-13T08:46:07+00:00 4. Oktober 2017|Gesundheit, Vorsorge|