//Grippesaison 2016/2017 startet jahreszeitentypisch

Grippesaison 2016/2017 startet jahreszeitentypisch

Die Grippesaison hat begonnen und mit ihr auch die Zeit der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) wie Bronchitis oder Lungenentzündung. Dem aktuellsten Report der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) des Robert Koch Instituts (RKI) für die 45. Kalenderwoche zufolge ist die Aktivität der ARE im gesamten Bundesgebiet leicht gestiegen. Grund zu besonderer Vorsicht oder Sorge besteht allerdings nicht: Den Experten zufolge lagen die Werte im gesamten Bundesgebiet auf einem für diese Jahreszeit üblichen Niveau mit leicht steigender Tendenz.

Erhöhte Aktivität in fünf Bundesländern

Der Aktivitätsatlas der AGI zeigt deutlich: Moderat erhöht ist die Anzahl der Krankenfälle derzeit in den fünf Bundesländern Bremen, Niedersachsen, Saarland, Sachsen-Anhalt sowie Rheinland-Pfalz. Rheinland-Pfalz und Niedersachsen scheinen am häufigsten von ARE betroffen. Erste Fälle akuter Atemwegserkrankungen sind aber auch in Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Thüringen und Teilen Bayerns zu finden. Lediglich Hessen sowie der Norden Deutschlands bleiben in diesem Herbst bisher von Atemwegserkrankungen weitgehend verschont.

Erste Grippeviren in Umlauf

Neben dem Aktivitätsatlas hat das RKI jetzt auch erste Ergebnisse aus dem Nationalen Referenzzentrum für Influenza (NRZ) veröffentlicht. Von 98 eingegangenen Proben wiesen 45 Prozent respiratorische Viren auf. Bei einem Großteil dieser Viren (70 Prozent) handelte es sich um Rhinoviren, die Erkältungen und Schnupfen hervorrufen. In acht Proben ließen sich RS-Viren (ähneln Grippeviren) nachweisen, drei Proben enthielten Adenoviren und zwei wurden positiv auf Influenza A (Typ H3N2) getestet. Damit steht fest: Neben diversen Viren, die Erkältungskrankheiten und herbsttypische Atemwegsinfektionen hervorrufen, sind auch die ersten Grippeerreger in Umlauf.

Jetzt gegen Grippe impfen lassen

Das RKI weist in Zusammenhang mit dem aktuellen Report darauf hin, dass jetzt der geeignete Zeitpunkt für eine Grippeschutzimpfung ist. Schutz besteht normalerweise, wenn regelmäßig die Hände richtig gewaschen werden. Besonders wer aber einer Risikogruppe angehört (z.B. Senioren, Kinder, chronisch Kranke, Schwangere sowie Personen in medizinischen Berufen), sollte sich gegen die aktuell kursierenden Grippeviren impfen lassen.  Auch der Impfschutz gegen Pneumokokken (siehe PDF), die eine Lungenentzündung hervorrufen können, sollte nun bei Bedarf aktualisiert werden. Dass Grippeschutzimpfungen lebenswichtig sein können, zeigt die aktuelle Statistik ebenfalls. Von den 243 offiziell gemeldeten Influenza-Fällen seit Anfang Oktober mussten 80 stationär behandelt werden, zwei Patienten aus der Risikogruppe der Senioren verstarben.

Redaktion

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2017-05-19T16:09:45+00:00 25. November 2016|Allgemein|