Mit intelligenten Datenanalysen und maschinellem Lernen sollen sich in der Medizin bald Krankheiten diagnostizieren lassen oder zukünftig Therapien unterstützt werden. Weiter können sie Gesundheitsrisiken frühzeitig erkennen und warnen. Wie die Deutschen zu dieser Form des Datensammelns stehen, beantwortet eine repräsentative Umfrage des Digitalverbandes Bitkom unter rund 1.000 Personen ab einem Alter von 18 Jahren.

Deutsche zeigen sich offen für Datenanalysen

Jeder zweite Bundesbürger steht einer Datenanalyse der eigenen Gesundheit positiv gegenüber, drei von zehn Deutschen wären einer solchen Analyse gegenüber sogar sehr aufgeschlossen. Auf der anderen Seite meinten 22 Prozent der Umfrageteil­nehmer, dass sie intelligente Datenanalysen eher nicht in Anspruch nehmen würden, 13 Prozent lehnen derartige Verfahren komplett ab.

Innerhalb der verschiedenen Altersklassen zeigen sich die 18- bis 29-jährigen am aufgeschlossensten: 72 Prozent der jungen Leute befürworten die Auswertung unterschiedlicher Vitalparameter, wie etwa Blutdruck oder Herz- und Atemfrequenz. Auch gut die Hälfte der 30- bis 64-jährigen würden solche Datenanalysen in Anspruch nehmen. Erstaunlich offen zeigt sich zudem die Generation 65 plus: Etwa 65 Prozent würden der Datenerfassung und -auswertung zustimmen.

Big Data zur Früherkennung von Gesundheitsrisiken

Mit der Analyse von verschiedenen Gesundheitsdaten könnten diverse Krankheiten, wie zum Beispiel Demenz, oder gesundheitliche Risiken, wie zum Beispiel Herzer­krankungen, frühzeitig erkannt werden. Dies kann die Heilungs- und Überlebens­chancen erhöhen, da die Krankheiten besser therapiert werden können.

Bereits heute können Rückschlüsse auf bestehende Risiken gezogen werden, wenn etwa die gespeicherten Verhaltensdaten und -muster aus Smart Devices bzw. Wearables, wie Fitnessarmbänder oder Smartwatches, ausgewertet werden. Voraussetzung für die Auswertung von großen Datenmengen (Big Data) ist für viele Patientinnen und Patienten, dass sie der Nutzung ihrer Daten vorab zustimmen können. Mit anderen Worten: Der Datenschutz muss hier oberste Priorität haben.