Bereits zum zweiten Mal in Folge erklimmt Cannabidol, kurz CBD, die Spitze der Food-Trends. Neben Lebensmitteln ohne tierische Inhaltsstoffe, liegen vor allem mit CBD angereicherte Öle, Getränke und Speisen voll im Trend. So bieten mittlerweile auch immer mehr Restaurants CBD-haltige Köstlichkeiten an.

CBD infundierte Lebensmittel weltweit im Trend

In den USA wächst der Markt für CBD Produkte rasant. Experten gehen davon aus, dass der Umsatz bis 2024 auf gigantische 20 Milliarden Dollar ansteigen wird. Eine ähnliche Entwicklung könnte sich in Deutschland zeigen. Die zweimalige Ernennung zum Trendsetter des Jahres zeigt, dass Cannabidiol zunehmend an Bedeutung ge­winnt und einen großen Interessentenkreis anspricht. Noch sind CBD-haltige Pro­dukte in Deutschland nicht als Lebensmittel zugelassen. Sie müssen als Nahrungs­ergänzungsmittel deklariert werden. Es bleibt abzuwarten, ob sich aufgrund stei­gender Nachfrage bald neue Perspektiven eröffnen.

CBD – ein veganes Produkt auf dem Vormarsch?

CBD wird aus der Hanfpflanze gewonnen und ist von Natur aus ein rein pflanzliches Produkt. Somit eignet es sich auch für Vegetarier und Veganer. Menschen mit veganer Lebensweise sollten allerdings darauf achten, dass bei der Aufzucht der Pflanzen und deren Verarbeitung keine tierischen Produkte zur Anwendung gekommen sind. So sind beispielsweise CBD Kapseln häufig nicht vegan, da sie mitunter aus Gelatine hergestellt werden. Veganer sollten daher nur zu Produkten greifen, die auch als vegan gekennzeichnet sind.

Lebensmittel mit CBD: Café Canna folgt dem Trend

Derzeit wird CBD in Deutschland vorwiegend als Öl, Blütenextrakt oder in Kristall­form zur Nutzung in der heimischen Küche angeboten. Da CBD fettlöslich ist, kann es mit gesunden Fetten, wie Oliven- oder Kokosöl, vermischt, ganz einfach angewendet werden. Die hitzeempfindlichen Cannabinoide sollten allerdings nur bei niedrigen Temperaturen bis maximal 185 °C zubereitet werden, da sonst wertvolle Terpene verloren gehen.

In Berlin folgte man diesem Trend: Im Spätsommer 2019 eröffnete dort das erste Hanf-Café. Im Café Canna am Prenzlauer Berg werden Cappuccinos mit CBD, Hanflimos und köstlicher CBD Honig serviert. Der Kuchen wird teilweise aus Hanfmehl gebacken. Doch nicht nur die Lebensmittel sind dort erhältlich, auch CBD Öl, Cremes, Tinkturen, Bier und Gummibärchen mit CBD kann man vor Ort oder online erwerben. Die Gäste brauchen sich keine Sorgen machen, dass CBD eine berauschende Wirkung haben könnte, denn es enthält weniger als 0,2 % THC. Zumal das Café auch Produkte ohne CBD und Hanf anbietet.

Der Hype um CBD breitet sich auch international immer weiter aus. Im Juni diesen Jahres eröffnete in Sheung Wan, Hong Kong, eine Boutique mit CBD-haltigen Lebensmitteln, die im August zu einem Café weiterentwickelt wird. Aktuell kann man dort verschiedene abgepackte CBD Produkte kaufen sowie Leckereien mit CBD für Hunde. Auf der Karte des Cafés wird man künftig, wie in Berlin, Speisen und Getränke mit CBD sowie normale Lebensmittel finden.