/, International/Erfolgreiche Forschung für Einsatz im Katastrophenschutz – wenn Utopie Realität wird

Erfolgreiche Forschung für Einsatz im Katastrophenschutz – wenn Utopie Realität wird

In den letzten Wochen und Monaten geistert sie verstärkt durch die Medien, die Angst: Angst vor Terror und Gewalt, aber auch vor verschiedenen Naturkatastrophen. Wirbelstürme oder Überschwemmungen, die zum Einsturz von Gebäuden führen können, scheinen auch immer häufiger in unsere Lebenswelt Einzug zu halten. Lange war das ein Thema, dass uns hier, in Deutschland, scheinbar nicht direkt betraf: Terror und Naturkatastrophen passierten stets woanders.

Risiko und Belastung für Rettungskräfte

Eine Katastrophe ist solch ein einschneidendes Ereignis in erster Linie für die Opfer und deren Angehörige. Aber auch Mitarbeiter von Feuerwehr, dem technischen Hilfswerk THW oder Rettungssanitäter von Ambulanzen sind starken emotionalen Belastungen ausgesetzt und riskieren unter Umständen bei den Einsätzen ihr Leben. Wie wäre es da, wenn es technische Hilfe gäbe, zum Beispiel von Robotern? Ein Zukunktsmärchen? Keineswegs, wie die Forscher der TU Darmstadt und der Universitäten Kassel und Marburg im Rahmen ihres Forschungsprojektes NICER aufzeigen.

Hilfskräfte durch Rettungsroboter unterstützen

Es gilt als Schwerpunkt im Rahmen der Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz in Hessen, kurz LOEWE. NICER beschäftigt sich mit Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten, die eine Vernetzung zwischen Menschen im Fall einer Katastrophe ermöglicht und die unabhängig von den üblichen Infrastrukturen (mehr im PDF) funktionieren soll. In diesem Zusammenhang wird nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch geforscht: das Team Hector baut und testet Rettungsroboter, die bisher ihr Können hauptsächlich in internationalen Wettbewerben demonstrieren. So kann zum Beispiel der Einsatz eines solchen Roboters, der mit Wärmebildkameras ausgestattet ist, Menschen aufspüren. Die menschlichen Helfer können dann, ohne gleich ihr eigenes Leben zu riskieren, gezielte Maßnahmen festlegen und koordinieren, zum Beispiel zur Wiederbelebung.

Forschungsergebnisse auch industriell nutzbar

Die mit bisher großem finanziellen Aufwand erzielten Ergebnisse der Forscher könnten aber nicht nur im staatlichen Katastrophenschutz und Rettungsdienst Anwendung finden. Auch in Chemiefabriken oder auf Ölplattformen ist ein entsprechender Einsatz denkbar. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die Industrie die Ergebnisse mit großem Interesse verfolgt.

2017-10-17T15:12:17+00:00 9. Mai 2017|Gesundheit, International|