//Einem Herzinfarkt vorbeugen und Ursachen rechtzeitig erkennen

Einem Herzinfarkt vorbeugen und Ursachen rechtzeitig erkennen

Der Deutschen Herzstiftung zufolge erleiden rund 250.000 Bundesbürger pro Jahr einen Herzinfarkt, etwa 50.000 Menschen verlieren hierbei ihr Leben. Nicht jeder Betroffene erkennt jedoch seine lebensbedrohliche Situation. Ursache dafür kann neben Unwissenheit unter anderem auch eine Diabeteserkrankung sein. Das zumindest erklärte kürzlich die Deutsche Herzstiftung anlässlich der im November stattfindenden Herzwochen. Insbesondere langjährige Diabetiker verspüren den typischen Brustschmerz nicht und erkennen daher nicht, dass sie einen Herzinfarkt erlitten haben und ihr Herz geschädigt ist. Grund genug, nach den Ursachen für Herzinfarkte zu fragen – und nach Möglichkeiten, einer der häufigsten Todesursachen in Deutschland vorzubeugen.

Typische Ursache: Ungesunder Lebenswandel

Jede Person trägt ein individuelles Herzinfarktrisiko, das im Detail vom Hausarzt ermittelt werden kann und sollte. Zu den typischen Ursachen zählt ein allgemein ungesunder Lebenswandel. Dass Rauchen das Herz belastet und zu einem Herzinfarkt führen kann, ist den meisten Menschen bekannt. Aber auch ein hoher Blutdruck, hohe Blutzuckerwerte, Adipositas und hohe Werte des LDL-Cholesterins gelten als Verursacher. Sie führen oftmals zu einer Verengung, Versteifung und Verstopfung der Blutgefäße, was letztlich das Herzkranzgefäß verschließt und das Herzmuskelgewebe schädigt.

Veranlagung zum Herzinfarkt kann angeboren sein

Neben diesen weitgehend beeinflussbaren Ursachen für einen Myokardinfarkt (weiterführend: Literaturhinweise) gibt es allerdings auch eine Reihe an Ursachen, die schlecht oder gar nicht beeinflussbar sind. Bekannt ist beispielsweise, dass das Herzinfarktrisiko mit zunehmendem Alter steigt. Auch das Geschlecht hat Einfluss darauf – das Infarktrisiko liegt bei Männern von Natur aus höher. Auch Erkrankungen und die genetische Disposition können als Verursacher eines Infarktes gelten. So ist bekannt, dass z.B. bei Diabetes-Patienten das Herzinfarktrisiko erhöht ist: Bei Männern um das 2- bis 4-fache, bei Frauen gar um das 6-fache. Einer Studie aus dem Jahr 2013 zufolge spielen darüber hinaus die Erbanlagen eine wichtige Rolle. Etwa 50 Prozent der Deutschen tragen ein Herzinfarkt-Gen, das das Risiko eines Infarktes um 15 Prozent steigert.

Risiken für Herzinfarkte vermindern

Eben weil nicht alle Infarkt-Ursachen beeinflussbar sind, raten Herzexperten dazu, das individuelle Risiko ärztlich bestimmen zu lassen. Das Wissen darum kann helfen, Herzinfarkten gezielt vorzubeugen. Zu den typischen Vorbeuge-Maßnahmen (allgemein: Was von Krankenkassen belohnt wird) zählen der Abbau von Übergewicht, die Senkung des Cholesterinspiegels, der Verzicht auf Alkohol und Nikotin, eine ausgewogene, gesunde Ernährung und moderate, aber regelmäßige Sporteinheiten. Wie überall gilt auch hier: Viel hilft nicht unbedingt viel. Intensive Sporteinheiten können den Blutdruck in die Höhe schnellen lassen und das Infarktrisiko erhöhen. Drastische Veränderungen des Lebenswandels können ebenso wie ein ungesunder Lebenswandel bewirken, dass sich Gefäßablagerungen lösen und die Herzgefäße verstopfen.

Redaktion

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2017-09-24T17:42:16+00:00 3. November 2016|Allgemein|