Zahlreiche Frauen klagen bereits einige Tage vor ihrer Menstruation über Beschwerden, wie beispielsweise Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme, Antriebslosigkeit oder Reizbarkeit. Diese und viele andere körperliche und psychische Symptome gehören häufig zum Prämenstruellen Syndrom (PMS). Die Therapie von PMS ist nicht einfach, aber verschiedene Lebensmittel können helfen, die Symptome zu lindern.

PMS per Ausschlussdiagnose festgestellen

PMS-Beschwerden beginnen meist vier bis vierzehn Tage vor dem Eintreten der Menstruationsblutung und hören mit dem Eintreten der Blutung auf. Ihre Ursache ist bislang noch nicht vollständig geklärt. Neuere Forschungsergebnisse weisen jedoch darauf hin, dass PMS im genetischen Code festgelegt und zu 56 Prozent erblich ist. Da das Prämenstruelle Syndrom nicht über einen bestimmten Laborwert oder Ähnliches nachgewiesen werden kann, wird die Diagnose über ein Beschwerdebild erstellt. Dazu muss ein Symptome-Tagebuch geführt und mögliche andere Ursachen ausgeschlossen werden.

Ernährung kann gegen PMS helfen

Nicht nur die Wärmflasche, schlafen und Medikamente können bei Schmerzen helfen: Ein weiterer Weg zur Linderung von PMS-Beschwerden ist die Ernährung, denn sie hat einen starken Einfluss auf den Körper. Es gibt Lebensmittel, die gegen die Symptome helfen oder sie zumindest lindern. Der positive Effekt stammt von den besonderen Inhaltsstoffen der Lebensmitteln. Dabei muss zwischen Lebensmitteln unterschieden werden, die gegen körperliche oder psychische Beschwerden zum Einsatz kommen.

Körperliche Beschwerden lindern

Bei körperlichen Beschwerden können haushaltsübliche Lebensmitteln zur Linderung beitragen. Um die Schmerzen bei Bauchkrämpfen zu mindern, empfiehlt es sich Leinsamen zu verzehren, sie hemmen die Ausschüttung von Gewebshormonen (Prostaglandine), die eng im Zusammenhang mit Krämpfen stehen. Eine Tasse schwarzer Tee oder Kaffee mildert den zyklusbedingten Kopfschmerz, denn das enthaltene Koffein erweitert die verengten Blutgefäße im Gehirn. Gegen Migräne hilft ebenfalls Koffein, aber auch das im Spinat enthaltene B-Vitamin Riboflavin. Zwar konnte der Grund dafür noch nicht genau erforscht werden, aber die helfende Wirkung von Riboflavin konnte bereits nachgewiesen werden. Knoblauch, roh oder als Brühe, und lauwarmes Zitronenwasser können bei Blähungen zum Einsatz kommen. Wer über einen längeren Zeitraum dem Körper Probiotika, in Form von Sauerkraut oder speziellen Naturjoghurts, zuführt, kann dadurch Blähungen vorbeugen. Kräutertees aus Birkenblättern, Brennnesseln oder Löwenzahn wirken entwässernd und entschlacken den Körper.

Psychische Symptome

Gegen Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit helfen Eier, Nüsse und dunkle Schokolade. Während dunkle Schokolade und Nüsse das Gehirn zur Bildung des Glückshormons Serotonin anregt, hält das gesunde Eiweiß den Blutzuckerspiegel auf einem gleichbleibenden Niveau, so dass Energielosigkeit und Müdigkeit gemindert werden. Das in Blaubeeren enthaltene Vitamin C senkt den Stresspegel. Die Omega-3-Fettsäuren von Lachs oder Avocados haben ebenfalls eine entspannende Wirkung, weshalb sich diese Lebensmittel bei PMS-bedingter innerer Unruhe eignen.