//Das aktuelle Gesundheitsverhalten in Deutschland und Europa

Das aktuelle Gesundheitsverhalten in Deutschland und Europa

Das Robert-Koch-Institut hat im Journal of Health Monitoring 1/2017 und 2/2017 Ergebnisse seiner aktuellen Studie zur Gesundheit in Deutschland veröffentlicht. Der Fokus liegt dabei auf dem Gesundheitsverhalten der Deutschen im Vergleich zu anderen EU-Bürgern sowie Unter­schiede zwischen den Bundesländern. So liegt beispielsweise der Anteil der Raucher in Deutschland im EU-Durchschnitt, beim Rauschtrinken jedoch darüber. Auch beim Konsum von Obst sind die Deutschen im hinteren Drittel zu finden.

Sportliche Aktivität unter WHO-Empfehlung

Gleich mehrfach ist die körperliche Aktivität Thema in den vorgestellten Ergebnissen. Nach Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollte jeder mindestens 150 Minuten in der Woche mäßig anstrengende Ausdaueraktivitäten zur Prävention von Adipositas, Herz­erkrankungen oder weiteren Volkskrankheiten ausführen. In Deutschland erreichten etwa die Hälfte der Frauen und etwas mehr als die Hälfte der Männer diesen Wert. Der EU-Schnitt liegt bei den Frauen bei etwa einem Viertel und bei den Männern bei gut einem Drittel dieses Werts. In der Studie werden hierbei erstmals Angaben zur körperlichen Aktivität in der Freizeit und bei der Arbeit präsentiert.

Ergebnisse wichtig für Gesundheitspolitik

Aus den Ergebnissen der Studie lässt sich identifizieren, wie wirksam gesundheitspolitische Maßnahmen tatsächlich sind, und welche Ansätze zur Gesundheitsförderung der Bevölkerung noch verfolgt werden können. Aus den Zahlen zum Alkoholkonsum für Deutschland lässt sich beispielsweise schließen, dass noch mehr verhältnis- und verhaltenspräventive Maßnahmen seitens der Politik angestrebt werden sollten. Zudem zeigt die Studie auch Ungleichheiten in der Gesundheit auf, die durch regionale sozioökonomische Unterschiede beeinflusst werden. Ein weiterer Ansatzpunkt für politische Maßnahmen, die dann auch indirekt auf eine verbesserte Gesundheit der Bevölkerung wirken.

Einheitliche Methoden erlauben Ländervergleich

Die umfassende Studie des Robert-Koch-Instituts verwendet einheitliche Methoden zur Datenerhebung und -auswertung, die einen europaweiten Vergleich zur Gesundheitssituation und zum Gesundheitsverhalten innerhalb Europas erlaubt. Daraus lassen sich auch die zwischen den Ländern unterschiedlich ausgeprägten gesundheitspolitischen Maßnahmen in ihrer Wirkung und Wirksamkeit vergleichen. Mehr als 20.000 Teilnehmer ab 15 Jahren sind Teil dieser umfangreichen Studie.

Redaktion

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2017-07-26T05:49:00+00:00 21. Juni 2017|Allgemein|