Die Frage, wie die Kontakt­be­schrän­kungen während der Pandemie das Ess­verhalten der Deutschen beeinflussen, wurde unlängst in einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstitutes Kantar untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass sich die Essgewohnheiten vieler Menschen tat­sächlich in den letzten Monaten geändert haben. Bei der Befragung von über 1000 Teilnehmern kamen einige erstaunliche Fakten ans Licht.

Gesunde Ernährung gewinnt an Bedeutung

Die Studie zeigt, dass die Mehrheit der Befragten sich mehr Zeit für eine gesunde Ernährung nehmen. Lebensmittel, die in Konserven angeboten werden oder zuvor eingefrorene Nahrungsmittel werden beim Einkaufen seltener ausgewählt als vor dem Ausbruch der Pandemie. Außerdem steht Fleisch bei einigen Hobbyköchen wieder weiter oben auf der Liste der bevorzugten Lebensmittel. Viele nutzen die Zeit aber auch, um kreativ zu werden und neue Rezepte und Ernährungsweisen auszu­probieren. Vegetarisch oder auch vegan stehen dabei hoch im Kurs. Und auch Backen erfreut sich während des Lock­downs großer Beliebtheit: Mehl, Hefe und Zucker wurden in vielen Super­märkten zur Mangel­ware und die Online-Rezeptsuchen für Brot und Süß­waren stiegen rasant an.

Selber kochen liegt im Trend

Bei der Frage nach den aktuellen Kochgewohnheiten, gaben etwa 40 Prozent der Teilnehmer der Umfrage an, ihr Essen jeden Tag selber zuzubereiten. Ungefähr 20 Prozent der Befragten stellen fünf- bis sechsmal in der Woche den Herd an. Die restlichen 20 Prozent kochen lediglich zwei- bis dreimal pro Woche selbst.

Wie änderten sich die Kochgewohnheiten?

Bei der Frage, wie sich die Koch­ge­wohn­heiten tatsächlich geändert hatten, stellte sich heraus, dass circa 25 Prozent der Befragten häufiger in der Küche stehen als vor dem Ausbruch des Coronavirus. Allerdings gaben mehr als 70 Prozent der Teilnehmer der Umfrage an, vor der Ausgangssperre ebenso häufig selbst­ständig gekocht zu haben wie nachher. Bei diesen Personen ließ sich daher keine Änderung feststellen. Lediglich fünf Prozent der befragten Menschen legten dar, durch die Corona-Pandemie weniger Lust am Kochen zu haben. Im Endergebnis der Umfrage kann gesagt werden, dass die meisten Menschen seit dem Ausbruch der Corona-Krise bewusster geworden sind, was die Auswahl der Lebensmittel angeht. Jedoch haben sich die Kochgewohnheiten bei den meisten befragten Personen nicht geändert. Lediglich bei 25 Prozent der Deutschen hat die Corona-Pandemie dazu geführt, dass sie ihre Mahlzeiten häufiger selber zubereiten als zuvor. Einigen Menschen ist die Lust auf das selbsttätige Kochen durch die Krise abhanden gekommen.