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BKK advita und BKK24 fusionieren – Zahl der Krankenkassen sinkt weiter

Das Jahr 2017 begann bereits mit einigen Krankenkassenfusionen, nun kommt ein weiterer Zusammenschluss hinzu, der eine erneute Verringerung der gesetzlichen Krankenkassen (Liste mit Zusatzbeitrag) mit sich bringt. Momentan gibt es in Deutschland noch 113 gesetzliche Krankenkassen, von denen 84 frei gewählt werden können. Am 1. Oktober 2017 schließen sich die BKK advita und die BKK24 zu der neuen Kasse zusammen, die dann als BKK24 für mehr als 100.000 Mitglieder da sein wird.

Keine Änderungen bei den Beiträgen geplant

Häufig gibt es Fusionen zwischen Kassen derselben Art, wie z.B. zwischen den diversen Betriebskrankenkassen (BKK), die so ihre Versichertenstruktur stärken und die Beiträge stabil halten wollen. Zum Jahresbeginn allerdings fusionierte die ehemalige Deutsche BKK mit der damaligen als Barmer GEK bekannten Ersatzkasse zur jetzigen Barmer. Solch Kassenarten übergreifende Zusammenschlüsse sind aber eher die Ausnahme. Die beiden aktuellen Fusionskandidaten BKK advita und BKK24 verlangen den gleichen Zusatzbeitrag in Höhe von 1,1 Prozent, wodurch es nicht zu fusionsbedingten Beitragsänderungen kommen wird. Der Hauptsitz der BKK24 wird in Obernkirchen in Niedersachsen liegen, allerdings muss die gemeinsame Verwaltung noch über die Besetzung des Vorstandes entscheiden.

Veränderungen bei Leistung und Bonusprogramm

Eine Fusion soll eigentlich ohne Nachteile für die Versicherten auskommen, doch das ist nicht immer möglich. Natürlich gibt es wechselseitige Anpassungen, sodass bestimmte Leistungen oder Zusatzprogramme nach dem Zusammenschluss eventuell nicht mehr oder nur in veränderter Form angeboten werden, was besonders für die Bereiche Naturheilkunde, Prävention, Vorsorge oder Familien gilt. Um zukünftige Nachteile von vorneherein auszuschließen, sollten die betroffenen Versicherten die Leistungen und den Zusatzbeitrag der jeweiligen Krankenkasse vergleichen. Dabei lohnt es, sich die Satzungen der Kassen genauer anzuschauen, die meist auf den Internetseiten der Versicherer nachzulesen sind.

Krankenkasse wechseln und sparen

Mit einem Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent liegt die BKK24 preislich zur Zeit im Mittelfeld der Krankenkassen. Mit einem Wechsel zu einer günstigeren Kasse, lassen sich je nach Bundesland bis zu 0,8 Prozent vom Bruttoeinkommen einsparen. Günstiger heißt aber nicht automatisch auch weniger Leistungen – 95 Prozent der Leistungen sind bei allen Kassen gleich und gesetzlich festgelegt. Unterschiede gibt es häufig bei den Prämien im Bonusprogramm, bei den Zuschüssen für die professionelle Zahnreinigung oder für zahlreiche alternative Heilmethoden.

Kündigungsfrist und Sonderkündigungsrecht – Was zu beachten ist

Jeder Versicherte hat die Möglichkeit seine Krankenkasse zu wechseln und kann nach einer Mindestbindefrist von 18 Monaten seine Versicherung kündigen. Zu beachten ist dabei, dass die Kündigung spätestens zum Monatsende bei der Kasse vorliegen muss und die Frist anschließend 2 Monate beträgt. Bei einer Erhöhung des Zusatzbeitrags besteht Anspruch auf ein Sonderkündigungsrecht, das heißt, dass man die Kündigung einreichen kann, auch wenn man noch keine 18 Monate Mitglied ist. Innerhalb der Kündigungsfrist von 2 Monaten hat man Zeit, sich eine andere Krankenversicherung auszusuchen – passiert dies nicht rechtzeitig, bleibt man automatisch bei seiner bisherigen Krankenkasse versichert. Fragen zum Gesundheitszustand werden bei den gesetzlichen Krankenkassen nicht gestellt, denn diese sind verpflichtet, jeden potenziellen Versicherten aufzunehmen.

2017-10-28T10:05:36+00:00 23. Juni 2017|Gesetzlich, Versicherung|