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Berufsunfähigkeitsversicherung: Die Versicherung, die jeder braucht und kaum jemand hat

Sie gilt als eine der wichtigsten Absicherungen und dennoch ist die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ein vernachlässigter Versicherungsschutz. Wie die internationale Data and Analytics Group YouGov im Rahmen einer Studie herausfand, sind viele Bundesbürger nicht versichert.

Bedarf einer BU wird stark unterschätzt

Nur 18 Prozent, und damit nicht einmal jeder Fünfte in Deutschland, halten eine BU oder eine Zusatzversicherung für die finanzielle Absicherung der Berufsunfähigkeit für unverzichtbar. Für die Studie von YouGov wurden zwischen Mai und Juni 2018 insgesamt 1.948 Personen befragt. Dabei erfolgte eine bevölkerungsrepräsentative Stichprobe sowie eine Zusatzstichprobe.

Verbraucherschützer empfehlen den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung, damit sich Arbeitnehmer und Selbständige gegen das Risiko einer längeren oder dauerhaften Arbeitsunfähigkeit absichern können. Die staatlichen Gelder reichen in den meisten Fällen nämlich nicht aus. Vor allem die 16 – 32-Jährigen sind wenig darauf bedacht, eine BU in Anspruch zu nehmen. Laut der Studie glauben 69 Prozent dieser Altersgruppe, dass die Absicherung über die Familie ausreichend sei. Knapp 40 Prozent gehen davon aus, dass der Staat sie im Falle einer Berufsunfähigkeit auffangen wird. Selbst für 31 Prozent der Befragten ist eine Hausratversicherung unverzichtbarer. Damit gilt es als wichtiger, den eigenen Hausrat, als die eigene Arbeitsfähigkeit abzusichern.

Psychische Erkrankungen gelten als Hauptursache

Im Jahr 2017 waren mehr als 31 Prozent der Leistungsfälle auf Depressionen, Burnout oder andere psychische Leiden zurückzuführen. Circa 21 Prozent der Berufsunfähigen mussten ihre Erwerbstätigkeit dagegen aufgrund von Erkrankungen des Bewegungsapparates aufgeben. Dazu zählen beispielsweise Arthritis, Osteoporose oder andere Probleme mit Gelenken, Knochen, Muskeln und dem Rücken. Die vierthäufigste Ursache für eine BU stellten mit rund 15 Prozent Krebs- und andere Tumorerkrankungen dar.

Das Verständnis durch eine psychische Belastung einmal nicht mehr arbeiten zu können, ist für viele nicht greifbar. Was letztlich auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung als wenig notwendig erscheinen lässt. Die Zahlen sprechen jedoch für sich und so kann eine fehlende Absicherung fatale finanzielle Folgen haben. Dabei ist es möglich den passenden Schutz für die eigene Lebenslage zu erhalten. Ein BU-Vergleich lohnt sich daher, denn die meisten Anbieter setzen mittlerweile auf flexible Tarifmodelle. (vk)

2018-08-10T09:54:25+00:0010. August 2018|Gesundheit, Versicherung, Vorsorge|