Unternehmensberatung – Mit Consulting zum wirtschaftlichen Erfolg

Allgemeines
Merkmale
Kosten
Häufige Fragen

Unternehmensberatung – Mit Consulting zum wirtschaftlichen Erfolg

Allgemeines
Kosten
Merkmale
Häufige Fragen

Aktualisierung: 06.05.2020

Unternehmensberater sind aus unserer Wirt­schaft nicht mehr weg­zu­denken. Allein in Deutschland gibt es über 120.000 Berater und es werden jähr­lich Mil­li­arden für Unter­nehmens­beratung (Management Consulting) aus­ge­geben. Kaum ein großes Unter­nehmen nutzt nicht von Zeit zu Zeit die Dienste eines Con­sulting-Unter­neh­mens. In Folge der Coronavirus-Pan­demie werden auch immer mehr kleine und mittel­stän­dische Unter­nehmen (KMU) sowie Frei­berufler den Ein­satz von Be­ratern in Er­wä­gung ziehen – gerade durch die fi­nan­ziel­le Unter­stützung des Staates. Aber der Ruf von Unter­nehmens­be­ratungen ist oft ne­ga­tiv be­haftet. Sie würden nix bringen und seien un­nötig teuer, lautet oft der Vor­wurf. Aber ob­jektive Zahlen zeigen, dass sie besser sind als ihr Ruf.

Kurz und Knapp: Das Wich­tigste zu Unternehmens­beratungen

Vorteile

  • Durch den BAFA Be­ratungs­kosten­zuschuss ent­stehen dem Unter­nehmer keine Kosten

  • Professionelle Hilfe, um Ihr Unternehmen zukunftsfähig zu gestalten

  • Individuelle Unterstützung durch Branchen-Know-how

Nachteil

  • Zeitlicher Mehraufwand, um Beratung in Anspruch zu nehmen

  • Spezifisches Fachwissen von außen – neutral und objektiv ohne Interessenkonflikte

  • Kreative Impulse abseits von Betriebsblindheit

  • Erfahrungen mit Krisenmanagement und Umstrukturierungsprozessen

  • Veränderungsprozesse können schneller, effizienter und wirksamer umgesetzt werden

  • Passende Werkzeuge und Arbeitstechniken, um Probleme zu lösen

Was ist eine Unternehmensberatung?

Bei einer Unter­nehmens­beratung handelt es sich um eine Dienst­leistung, die dazu dient, Probleme einer Firma oder Organisation durch einen externen Berater (Consultant) zu erörtern und diesen gezielt ent­gegen­zuwirken. Der pro­fes­sionelle, zerti­fizierte Be­rater plant und er­arbeitet gemein­sam mit dem Kunden indi­vi­duelle Handlungs­empfeh­lungen und setzt sie an­schließend um. Diese Leistung ist zeit­lich be­fristet und erfolgt meistens gegen Ent­gelt. Der Umfang einer Management-Be­ratung ist sehr unter­schied­lich und hängt maß­geblich von den Be­dürf­nissen des Auftrag­gebers ab. Neben einer Art Unter­nehmens-Quick-Check bieten Be­ratungs­­firmen auch ge­zielte Hilfe bei ent­scheidenden Schritten in der Unter­nehmens­entwicklung an, wie bei­spiels­weise bei der Neu­gründung oder Nachfolgeplanung.

Aufgaben eines Unternehmensberaters

  • Wissensvermittlung durch Erfahrung und branchenspezifisches Know-hows

  • Strategische Analyse des Unternehmens

  • Impulse geben und Trends aufzeigen

  • Entlastung der Geschäftsführung

  • Erhöhung der Durch- und Um­setzungs­kraft durch Politik­funktion
  • Mentoring und Moderation inter­diszipli­när im gesamten Unternehmen

Die drei größten Beratungsthemen

Themenschwerpunkte einer regulären Beratung

Die Themen einer Unternehmens­beratung können so vielfältig sein wie die Unter­nehmen selbst. Je nach Situation und Bedarf können die folgenden Schwer­punkte bei der Beratung beachtet werden:

  • Vertrieb und Marketing
  • Unternehmensplanung und Controlling
  • Informationsmanagement und Logistik
  • Personalmanagement und Verwaltung
  • Veränderungsmanagement
  • Integrative Unternehmensprozesse und Produktivität
  • Material- und Energieeffizienzberatung
  • Finanzierung und Fördermittel/Zuschüsse
  • Gründung, Entwicklung, Nachfolge
  • Sanierung und Insolvenz
  • Outplacement
  • Öffentlicher Sektor
  • Healthcare

Themenschwerpunkte in der Corona-Krise

Besondere Situationen erfordern besondere Hilfsmittel. In diesen Punkten kann ein Unter­nehmens­berater Sie und Ihr Unter­nehmen in der Corona-Krise unterstützen:

  • Zukunftsweisende Konzepte für die nächsten Monate erarbeiten

  • Unternehmensorganisation anpassen (z.B. IT-Expertise, Ausbau des digitalen Arbeitsplatzes, alternative Lieferketten)

  • Unterstützung bei wichtigen Entscheidungen zum Erhalt des Unternehmens in einer Krisensituation

  • Input für neue Absatzmärkte liefern und alternative Kundenakquise betreiben

  • Mögliche handlungsorientierte Perspektiven aufgezeigen

  • Auf Trends und Zukunftsmärkte vorbereiten und das Unternehmen zukunftsfähig umbauen

Kosten einer Unternehmensberatung

Die Preise einer Unternehmensberatung können stark variieren. Nicht nur die ver­schie­denen Ab­rechnungs­modelle und die Art der Be­ratung, sondern auch die Be­kannt­heit und Größe der Be­ratungs­stelle ist unter anderem aus­schlag­gebend für die Höhe des Honorars. Des Wei­teren spielt auch der Be­ratungs­um­fang und die Er­fahrung des je­weiligen Be­raters eine große Rolle. Je länger ein Unter­nehmens­berater in der Branche tätig ist, desto höher liegt auch der Stunden­satz. Was viele nicht wissen: Unter­nehmens­beratungen können auch staatlich gefördert werden.

Art der Beratung

In der Unternehmensberatung gibt es ver­schie­dene Spezialgebiete, nach denen sich die Kosten richten können:

Die Strategieberatung gehört zu den teu­ersten Arten. Der Strategieberater hat die Aufgabe, den Unternehmer bei der Be­ar­bei­tung von stra­tegischen Pro­zessen zu unter­stützen. Die vor­handene Ziel­richtung, die Kon­zepte und Maß­nahmen werden über­prüft, analysiert und opti­miert oder neu aus­gerichtet. Auch die Er­stellung von neuen Geschäfts­modellen gehört dazu.
Die Prozessberatung dient dazu die Pro­zesse im Unter­nehmen zu ana­lysieren und zu verein­fachen. Ziel ist es, anhand von Bench­marking Methoden, die Qualität zu verbessern.

Ein weiteres Feld der Unter­nehmens­beratung ist die Organisations­beratung und -entwicklung. Dabei werden Ablauf und Aufbau im Unter­nehmen neu durchdacht und optimiert.

IT-Berater unterstützen bei der Ein­füh­rung und Ver­besse­rung von Informations­technologie (IT). Sie gestalten Prozesse in Systemen und An­wendungen. Des Weiteren wird auch häufig eine System­ent­wicklung oder-integration in der Unternehmens­beratung angeboten.

Eine HR-oder auch HRM-Beratung er­streckt sich auf das Feld “Human Ressources”, also auf das Per­sonal­wesen des Unter­nehmens. Hierbei geht es um die Ent­wick­lung von Stra­tegien, Maß­nahmen und Pro­zessen, die im Bereich Per­sonal zur erfolg­reichen Um­setzung der gesetz­ten Ziele dienen. Human Ressouces Manage­ment (HRM-) Berater kümmern sich u.a. um den effi­zienten Ein­satz und die Quali­fizierung von Mit­arbeitern, beraten Fach- und Führungs­kräfte, und verwalten das Personal.

Abrechnungsmodelle für Beraterleistungen

Für die Kostenberechnung der Beratung gibt es die folgenden Varianten:

  • Projektbasiert: Festes Budget für das abgeschlossene Projekt

  • Pauschal: Ein fester Betrag, der beispielsweise monatlich fällig wird

  • Erfolgsbasiert: Zahlung nur bei erreichen eines vorher bestimmten Ziels

  • Stundenabrechnung: Consultant wird pro Stunde bezahlt

  • Projektbasiert: Festes Budget für das abgeschlossene Projekt

  • Pauschal: Ein fester Betrag, der beispielsweise monatlich fällig wird

  • Erfolgsbasiert: Zahlung nur bei erreichen eines vorher bestimmten Ziels

  • Stundenabrechnung: Consultant wird pro Stunde bezahlt

Was macht eine gute Unternehmensberatung aus?

Wer sich dazu entscheidet, die Beratung eines Consultant in An­spruch zu neh­men, hat die Qual der Wahl: Mehr als 120.000 Unter­nehmens­berater gibt es in Deutschland. Bei der Auswahl der passenden An­bieters kommt es neben der fach­lichen Aus­richtung auch darauf an, dass die „Chemie“ zwischen dem Kun­den und dem Be­rater stimmt.

Doch welche Kriterien ent­scheiden außerdem über die Quali­tät einer Be­ratung? Wir haben eine Check­liste zusammen­gestellt, die er­läutert, auf welche Punkte es in Sachen Unter­nehmensberatung ankommt.

Checkliste Unternehmensberatung

Checkliste herunterladen: Checkliste-Unternehmensberatung – PDF (273 KB)

Unternehmen in Zeiten der Corona-Krise
Ein Interview mit den Unternehmensberatern Harro Freyschmidt und Daniel Hirsch

KKZ Podcast: Corona-Krise – Welche Hilfen können Unternehmen erwarten?

Managing Consulting: Wie sinnvoll ist ein externer Berater für ein Unternehmen?

Unternehmensberater genießen keinen be­sonders guten Ruf. Ihre Dienst­leistung sei vor allem teuer und würde außer Ent­las­sungen nichts bringen, lauten oft die Vor­ur­teile. Grund genug, sich einmal die kon­kreten Zahlen zur Kunden­zu­frieden­heit und den tat­sächlichen Mehrwert für das Unternehmen anzusehen.

Kundenzufriedenheit bei Unternehmensberatungen

In einer Studie der Wissenschaftliche Gesell­schaft für Manage­ment und Beratung (WGMB) gaben mehr als zwei Drittel der Kun­den an, zu­frie­den oder sogar sehr zu­frieden mit ihrem Consulting zu sein – eine Ent­wicklung, die bereits seit über 10 Jahren anhält.

Dass eine profes­sionel­le Be­ratung im Ideal­fall mehr ist, als Meetings und theoretische Kon­zepte zeigt diese Zahl: 81% der 1044 befragten Führungskräfte konnten mit­hilfe eines ex­ternen Be­raters in ihrem Unter­nehmen etwas um­setzen, das sie aus eigener Kraft nicht geschafft hätten.

Quelle: Management Consulting Bericht 2018 und Consulting Impact Study 2016 der Wissenschaftliche Gesellschaft für Management und Beratung

Der Mehrwert für Unternehmen

Ob und wie erfolgreich ein Consulting durch einen externen Berater ist, hängt maßgeblich vom Vertrauen zwischen dem Kunden und dem Consultant ab. Nur so können die aufgezeigten Lösungswege und Konzepte auch im Unternehmen umgesetzt werden. Um zu ermitteln, welchen Mehrwert die Beratung für das Unternehmen gebracht hat, wird häufig der Begriff „Return on Consulting“ (ROC) verwendet. Er stellt den Nutzen der Beratung den Kosten gegenüber, die durch das Consulting entstanden sind:

Kosten der BeratungNutzen der Beratung
Kosten für BeraterleistungKosten- und Zeitersparnis
Eigene PersonalkostenProzessoptimierung
RealisierungskostenQualitäts- und Leistungssteigerung
Erhöhung des Innovationspotentials
  • Kosten für Beraterleistung
  • Eigene Personalkosten
  • Realisierungskosten
  • Kosten- und Zeitersparnis
  • Prozessoptimierung
  • Qualitäts- und Leistungssteigerung
  • Erhöhung des Innovationspotentials

Entscheidungshilfe: Wann kommt eine Unternehmensberatung in Frage?

Wenn ein Unternehmen neue Projekte oder Strategien, wie den Ausbau der digitalen Strukturen oder die Erschließung neuer Kundenkreise, angeht, muss überlegt werden, ob die Planung und Umsetzung mit den eigenen Ressourcen bewältigt werden kann (Make-Entscheidung) oder ob eine externe Beratung beauftragt werden muss (Buy-Entscheidung). In großen Unternehmen werden viele Projekte durch externe Berater begleitet – laut einer Studie fast 75%.

Unternehmen entscheiden sich eher dazu, Projekte ohne externen Berater durchzuführen, wenn:

  • es sich bei der Grundlage des Projektes um firmenspezifisches Wissen handelt
  • der persönliche Bezug des Unter­nehmers (Identität, Vertrauen, Akzeptanz) für die Erfüllung der Aufgabe eine Rolle spielt
  • es sich um ein langfristiges Projekt handelt, für das interne Ressourcen zur Verfügung stehen

  • Beratertätigkeiten in der Ver­gangen­heit wenig Erfolg gebracht haben

Unternehmen entscheiden sich eher dazu, Projekte mithilfe eines externen Beraters durchzuführen, wenn:

  • der Berater Kenntnisse und metho­dische Expertise mitbringt, die das Unternehmen selbst nicht hat
  • Prozesse und Ergebnisse analysiert werden müssen, die unangenehm sind und die Rolle eines Vermittlers benötigen (z.B. Entlassungen)

  • für die zusätzlichen Aufgaben keine eigenen Kapazitäten vorhanden sind z.B. bei kurzen, intensiven Projekten

  • absehbar ist, dass die Beraterkosten durch den Erfolg im Unternehmen schnell wieder refinanziert werden.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Bei einer Unternehmensberatung handelt es sich um eine Dienstleistung, die zum Ziel hat, Unternehmen und Organisationen in Ver­änderungs­pro­zessen zu unter­stützen. Je nach Bedarf kann ein Berater so Hilfe­stel­lungen bei der Neu­gründung oder Nach­folge einer Firma geben oder aber Prozesse und Abläufe im Unter­nehmen ana­lysieren, um bei­spiels­weise die Produkti­vität zu steigern. Auch die Planung um Um­setzung einer Digi­tali­sierungs­strategie können Auf­gaben einer Unter­nehmens­beratung sein. Unter­nehmen, die von der Corona-Krise be­troffen sind, können gemein­sam mit dem Berater einen fun­dierten Liquiditäts­plan und Kon­zepte für ein zukunfts­weisendes Geschäfts­modell erstellen.

Erfahren Sie mehr über das Thema Unternehmensberatung.

Ob sich der Einsatz eines Unternehmensberaters lohnt, ist davon abhängig, wie hoch die nötigen Investitionen gegenüber dem erzielten Nutzen für das Unternehmen sind. Staatliche Zuschüsse wie der Befa Beratungskostenzuschuss können dabei helfen, die Ausgaben für den Unternehmer gering zu halten, sodass ein ROC (Return on Consulting) sehr schnell einsetzen kann.

Erfahren Sie mehr über den möglichen Mehrwert von Unternehmensberatungen.

Eine pauschale Angabe, wie hoch die Kosten für eine Unternehmensberatung sind, lässt sich nicht festmachen. Entscheidend für die Beratungskosten ist zum einen der zeitliche Rahmen der Leistung. Soll es sich um einen Quick-Check des Unternehmens handeln oder ist eine grundlegende Analyse der Prozesse und der Marktsituation gefragt? Außerdem gilt es, die verschiedenen Möglichkeiten der Vergütung zu berücksichtigen. In vielen Fällen können staatliche Förderprogramme wie der BAFA Beratungs­kosten­zuschuss in Anspruch genommen werden, um die Kosten für den Unternehmer zu senken.

Lesen Sie mehr über die Kosten einer Unternehmensberatung.

Viele Unternehmen nutzen die Expertise eines Beraters, wenn umfassende Änderungsprozesse realisiert werden sollen. Diese können sich beispielsweise aus einem Eigentümerwechsel oder auch aus einer wirtschaftlichen Krise ergeben. Außerdem können zeitlich begrenzte Förderprogramme wie der BAFA Beratungs­kosten­zuschuss einen Anreiz bieten, eine Unternehmensberatung zeitnah in Anspruch zu nehmen.

Lesen Sie mehr über den Mehrwert einer Unternehmensberatung.

Tipps der Redaktion