Beitragsbemessungsgrenze 2017-06-13T14:01:50+00:00

Beitragsbemessungsgrenze: Die Grenze für die Beitragsberechnung kurz erläutert

Vom Bruttogehalt des Arbeitnehmers werden 14,6 Prozent für die gesetzliche Krankenversicherung abgezogen. Mittlerweile erhebt jede Krankenkasse zusätzlich einen individuellen Zusatzbeitrag, der ausschließlich vom Arbeitnehmer zu entrichten ist. Die Werte 2017 zur Beitragsbemessungsgrenze sind bei 4.350,00 Euro pro Monat / 52.200 Euro pro Jahr angesiedelt. Über die Bemessungsgrenze hinaus werden keine weiteren Sozialabgaben erhoben.

UNTERSCHIED BEITRAGSBEMESSUNGSGRENZE UND VERSICHERUNGSPFLICHTGRENZE

Als Gutverdiener werden Sie eingestuft, wenn Ihr jährliches Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze liegt. Im Jahr 2017 müssen Sie 4350 € monatlich (oder 52.200 € im Jahr) verdienen, um in diese Kategorie zu fallen. Übersteigt Ihr (Jahres)Einkommen diese Grenze, zahlen Sie dennoch nicht mehr. Die Beitragsbemessungsgrenze definiert dynamisch die Einkommensgrenze und gibt Auskunft darüber, welcher Höchstbetrag für die Krankenversicherung zu entrichten ist. Entgegen diesem Rechenbeispiel ist die Versicherungspflichtgrenze in ihrer Definition für einen möglichen Wechsel in die PKV entscheidend.

In den vergangenen Jahren ist die Beitragsbemessungsgrenze regelmäßig gestiegen, da auch die Einkommen selbst gestiegen sind und diese die Basis zur Festlegung des Wertes sind.

Arbeitnehmer und Angestellte mit einem Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze sind versicherungsfrei und können sich freiwillig gesetzlich versichern, oder aber die private Krankenversicherung wählen und einen Wechsel vornehmen. Auch wenn die Definition der beiden Grenzen die Unterschiede offeriert, haben die Bemessungsgrenze und Pflichtgrenze der Versicherung eine Gemeinsamkeit. Seit 2003 unterscheiden sich die Werte jeweils von denen des Vorjahres, da die Grenzen jährlich angepasst und mit einer Dynamik auf Einkommenserhöhungen oder geringere Verdienste abgestimmt werden und einer jährlichen neuen Berechnung unterliegen.

Veränderungen in der Bemessungsgrenze der GKV

Die Werte 2017 sind abweichend von der Versicherungspflichtgrenze in den Vorjahren. Dies resultiert aus der Tatsache, dass die statistische Einkommensentwicklung des Vorjahres in die Berechnung der aktuellen Werte einfließt. Eine Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze bedeutet für Gutverdiener eine Erhöhung der monatlichen Beträge zur Krankenversicherung, während eine Senkung der Einkommensgrenze einen geringeren Betrag mit sich bringt. Versicherungsnehmer der gesetzlichen Krankenkassen sind:

  • bis zum Jahresverdienst von 52.200 Euro versicherungspflichtig
  • ab dem Jahresverdienst von 52.201 Euro über der Grenze zur GKV versicherungspflichtig
  • und mit Einkommen über der Bemessungsgrenze ohne zusätzliche Aufschläge versichert.

Nicht nur der Arbeitnehmeranteil, sondern auch der Arbeitgeberanteil ist von der dynamischen Anpassung der Einkommensgrenze betroffen und erhöht, beziehungsweise verringert sich. Grundlegend wird immer Ihr Bruttogehalt für die Berechnung benutzt, von dem der Beitrag prozentual abgezogen und zwischen dem Arbeitgeber und Ihnen als Arbeitnehmer geteilt wird.

Die Werte 2017 beruhen auf der Ermittlung des Einkommens des Vorjahres und verändern sich in der Summe, aber nicht im prozentualen Anteil.