Beitragsbemessungsgrenze 2017-08-15T09:57:53+00:00

Beitragsbemessungsgrenze: Die Grenze für die Beitragsberechnung kurz erläutert

Vom Bruttogehalt des Arbeitnehmers werden 14,6 Prozent für die gesetzliche Krankenversicherung abgezogen. Mittlerweile erhebt jede Krankenkasse zusätzlich einen individuellen Zusatzbeitrag, der ausschließlich vom Arbeitnehmer zu entrichten ist. Die Werte 2017 zur Beitragsbemessungsgrenze sind bei 4.350,00 Euro pro Monat / 52.200 Euro pro Jahr angesiedelt. Über die Bemessungsgrenze hinaus werden keine weiteren Sozialabgaben erhoben.

UNTERSCHIED BEITRAGSBEMESSUNGSGRENZE UND VERSICHERUNGSPFLICHTGRENZE

Als Gutverdiener werden Sie eingestuft, wenn Ihr jährliches Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze liegt. Diese legt die maximale Höhe des Einkommens fest, das zur Berechnung der Sozialbeiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung herangezogen wird. Liegt der Lohn oder das Gehalt über dieser Grenze, wird der Anteil, der oberhalb dessen liegt nicht mehr zur Berechnung der Beiträge herangezogen und ist somit beitragsfrei. In 2017 müssen sie mehr als 4350,00 Euro monatlich (52.200,00 Euro jährlich) verdienen, um in diese Kategorie zu fallen.

Die Versicherungspflichtgrenze dagegen legt das Maximum fest, bis zu dem Sie in der gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert sind und sollte nicht mit der Beitragsbemessungsgrenze verwechselt werden.

Arbeitnehmer und Angestellte mit einem Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze sind versicherungsfrei und können sich freiwillig gesetzlich versichern, oder aber die private Krankenversicherung wählen und einen Wechsel vornehmen. 2017 liegen die Werte bei mtl. 4.800,00 EUR oder jährlich 57.600,00 EUR. Die Versicherungspflichtgrenze wird auch als Jahresarbeitsentgeltgrenze bezeichnet. Eines aber haben Bemessungs- und Versicherungspflichtgrenze gemein. Seit 2003 unterscheiden sich die Werte jeweils von denen des Vorjahres, da die Grenzen jährlich angepasst und mit einer Dynamik auf Einkommenserhöhungen oder geringere Verdienste abgestimmt werden und einer jährlichen neuen Berechnung unterliegen.

Veränderungen in der Bemessungsgrenze der GKV

Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) wird jährlich neu definiert. In der Regel steigen die Werte, da auch das Einkommen stetig steigt. Die BBG passt sich demnach an die Einkommensentwicklung an und wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Absprache mit dem Bundesrat festgelegt. Eine Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze bedeutet für Gutverdiener eine Erhöhung der monatlichen Beiträge zur Krankenversicherung, während eine Senkung der Einkommensgrenze einen geringeren Betrag mit sich bringt. 

Nicht nur der Arbeitnehmeranteil, sondern auch der Arbeitgeberanteil ist von der dynamischen Anpassung der Einkommensgrenze betroffen und erhöht, beziehungsweise verringert sich. Grundlegend wird immer Ihr Bruttogehalt für die Berechnung benutzt, von dem der Beitrag prozentual abgezogen und zwischen dem Arbeitgeber und Ihnen als Arbeitnehmer geteilt wird.

Die Werte 2017 beruhen auf der Ermittlung des Einkommens aus dem Vorjahr und verändern sich in der Summe, aber nicht im prozentualen Anteil.

Beitragsbemessungsgrenze Jahreseinkommen mtl. Einkommen
2017

2016

52.200,00 EUR

50.850,00 EUR

4.350,00 EUR

4.237,50 EUR